Aktualisiert 20.08.2013 17:36

Arrangierte HochzeitEhefrau täglich mit Gewalt zum Sex gezwungen

Über einen Monat soll ein Deutscher seine Ehefrau in Basel jeden Morgen vergewaltigt haben. Jetzt steht er vor Gericht.

von
Andrea Heeb Perrig
In diesem Haus im Gundeli soll ein 44-Jähriger seine Ehefrau über einen Monat fast täglich vergewaltigt haben.

In diesem Haus im Gundeli soll ein 44-Jähriger seine Ehefrau über einen Monat fast täglich vergewaltigt haben.

Nach einer arrangierten Hochzeit zwischen dem Deutschen (44), einem Dozenten an der FHNW, und einer Tunesierin, kam die Frau (34) im Mai 2011 nach Basel. Ab dann soll der gebürtige Tunesier täglich frühmorgens seine Frau gegen ihren Willen zum Geschlechtsverkehr gezwungen haben.

Laut Anklageschrift mit den Worten: «Frauen brauchen keine Lust zu haben, sondern sind nur dazu da, den eigenen Mann zu befriedigen.» Der Angeklagte bestritt alle Vorwürfe: «Sie wollte immer Sex, weil sie sich ein Kind wünschte.»

Sie kehrte zu ihm zurück

Nach einem Streit wollte die Frau abhauen. Der Angeklagte aber hielt sie an den Haaren zurück, packte sie und trat sie mit den Füssen. Dennoch gelang ihr die Flucht. Zusammen mit einem Bekannten erstattete sie Anzeige.

Der Dozent – der schon wegen häuslicher Gewalt an seiner ersten Frau vor Gericht stand – kam für mehr als zwei Monate in U-Haft. Als er wieder auf freien Fuss gesetzt wurde, kehrte seine tunesische Frau wieder mehrmals zu ihm zurück – «aus Schamgefühl», wie sie sagte.

In einer früheren Befragung sagte sie auch aus, dass sie keine Anzeige gemacht hätte, wenn sie gewusst hätte, was dies alles für Konsequenzen nach sich zieht. Das Urteil wird am Donnerstag verkündet.

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