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Studie in DeutschlandEhemänner sind des Polizisten ärgster Feind

Gewaltätige Ehemänner sind die grösste Gefahr für Polizisten in Deutschland. Einer Studie zufolge fügen sie den Ordnungshütern mehr Verletzungen zu als Demonstranten und Hooligans zusammen.

Bei Hausbesuchen wegen familiärer Streitigkeiten erlitten in Deutschland ebenso viele Beamte schwere Verletzungen wie bei Demonstrationen und Stadion-Einsätzen zusammen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Erhebung des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen (KFN), wie der «Spiegel» am Samstag vorab berichtet.

Die Zahl der Fälle, bei denen Polizisten nach Einsätzen wegen häuslicher Gewalt mindestens sieben Tage dienstunfähig waren, stieg der Umfrage zufolge zwischen 2005 und 2009 um fast 80 Prozent an. Ein Grund für den hohen Anstieg sei das 2002 erlassene Gewaltschutzgesetz, durch das Angehörige leichter gewalttätige Familienmitglieder von der Polizei aus der Wohnung entfernen lassen können, hiess es in dem Bericht weiter.

Die Innenminister von Bund und Ländern hatten sich am Freitag in Berlin auf eine Änderung des Widerstandsparagrafen im Strafrecht geeinigt. Demnach sollen Täter, die Polizeibeamte im Einsatz angreifen, in Zukunft mit bis zu drei statt bisher zwei Jahren Haft bestraft werden. (dapd)

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