Aktualisiert 18.12.2008 11:10

15 Personen verhaftetEhemalige Asylbewerber dealten fleissig mit Kokain

Die Kantonspolizei Aargau hat einen Drogenring zerschlagen. 15 Personen, mehrheitlich aus Nigeria, wurden verhaftet. Die Polizei stellte 1,5 Kilogramm Kokain und 30 000 Franken sicher. Gedealt wurde vor allem in Asyl-Notunterkünften.

Die mutmasslichen Drogenhändler wurden in mehreren Kantonen festgenommen und befinden sich in Untersuchungshaft, wie die Aargauer Kantonspolizei am Donnerstag mitteilte. Es handle sich in der Mehrheit um nigerianische Staatsangehörige, darunter auch mehrere Frauen.

Die meisten der Festgenommen sind ehemalige Asylbewerber, deren Gesuch abgelehnt wurde. Sie verfügen über einen sogenannten NEE- Status und sollten die Schweiz verlassen. Einige Männer sind mit Schweizerinnen verheiratet oder liiert und besitzen eine Aufenthaltsbewilligung.

Die umfangreichen Ermittlungen liefen seit Anfang Jahr. Für den Kleinhandel mit Kokain wurden gemäss Polizei hauptsächlich die beiden Asyl-Notunterkünfte in Holderbank AG und Birr AG genutzt.

Personen mit einem NEE-Status sind laut den Ermittlungen wiederholt nach Nigeria gereist, obwohl sie offiziell über keine heimatlichen Reisedokumente verfügen. Sie benutzten Ausweise, die sie vor den Behörden versteckt hatten.

Teilweise wurden auch fremde Pässe oder widerrechtlich erlangte EU-Aufenthaltsbewilligungen verwendet. Kuriere transportierten das im Körper versteckt Kokain von Spanien und den Niederlangen in die Schweiz.

(sda)

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