Luzern: Ehemaliger Milieukönig verstorben
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LuzernEhemaliger Milieukönig verstorben

Urs W. Gehrig ist am 17. März im 69. Altersjahr verstorben. Gehrig war in der Stadt Luzern bekannt, weil ihm der legendäre Hirschen in der Altstadt gehörte. Mit seinen Kontaktbars war er auch als Milieukönig bekannt.

von
Daniela Gigor
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Die Gastrobetriebe im Hirschen sind verschwunden. Heute ist ein Geschäft eingemietet. 

Die Gastrobetriebe im Hirschen sind verschwunden. Heute ist ein Geschäft eingemietet.

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Wegen Corona ist die Kontaktbar Cafe Nizza seit Oktober geschlossen. 

Wegen Corona ist die Kontaktbar Cafe Nizza seit Oktober geschlossen.

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Die Milano Bar an der Winkelriedstrasse.

Die Milano Bar an der Winkelriedstrasse.

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Darum gehts

  • Der ehemalige Hirschen-Besitzer in Luzern, Urs W. Gehrig, ist am 17. März verstorben.

  • Sein Sohn will die beiden Kontakt-Bars Nizza und Milano weiterhin betreiben, wenn es die Covid-Situation wieder zulässt.

  • Gehrig Junior hat auch Ausbaupläne und er möchte Liegenschaften in Luzern erwerben.

Die Familie von Urs W. Gehrig zitiert in der Todesanzeige, die am Montag erschienen ist, Johann Wolfgang Goethe mit folgenden Worten: «Ich höre auf zu leben, aber ich habe gelebt.» Urs W. Gehrig war in der Stadt Luzern bekannt, weil er in dritter Generation den Hirschen auf dem gleichnamigen Platz in Luzern besass, der in der Vergangenheit hauptsächlich als Striptease-Lokal weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt war. Urs W. Gehrigs Sohn Alexander sagt auf Anfrage, dass sein Vater bereits zur dritten Generation gehörte, welche im historischen Hirschen Gäste empfing. Neben dem Hirschen betrieb Gehrig die Kontaktbars Krienbrüggli, die es nicht mehr gibt, sowie das Nizza und das Milano, die derzeit wegen Covid geschlossen sind.

2015 verkaufte Gehrig den Hirschen, der seit diesem Handwechsel nicht mehr für die Gastronomie genutzt wird. Bereits vor vier Jahren hat Sohn Alexander Gehrig laut eigenen Aussagen die Geschäfte seines Vaters übernommen. Er will die beiden Kontaktbars Nizza und Milano in der Luzerner Neustadt weiterführen.

Und Gehrig Junior hat Pläne: «Ich möchte weitere Kontaktbars mit Residence eröffnen und auch Liegenschaften dazu kaufen.» Wegen Covid muss er das Nizza und Milano seit 23. Oktober 2020 geschlossen halten. Er betont, dass bisher keine Angestellten entlassen werden mussten.

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