Tattooconvetion Ostschweiz: Ehemaliger Mönch sticht besondere Bamboo-Tattoos

Publiziert

Tattooconvetion OstschweizEhemaliger Mönch sticht besondere Bamboo-Tattoos

Am Wochenende hat die Ostschweizer Tattooconvention in Amriswil TG stattgefunden. Zahlreiche Tattoobegeisterte konnten verschiedene Künstler bestaunen. 

von
Ammar Jusufi
1 / 10
Tattookünstler Keng arbeitet mit einer besonderen, von den Mönchen verwendeten Technik.

Tattookünstler Keng arbeitet mit einer besonderen, von den Mönchen verwendeten Technik.

20min/ Ammar Jusufi
Keng war selber für vier Jahre Mönch in Thailand. 

Keng war selber für vier Jahre Mönch in Thailand. 

Skindeepart 
In Amriswil TG konnten Besucherinnen und Besucher seine und die Arbeit vieler anderer Künstlerinnen und Künstler bei der Ostschweizer Tattooconvention beobachten. 

In Amriswil TG konnten Besucherinnen und Besucher seine und die Arbeit vieler anderer Künstlerinnen und Künstler bei der Ostschweizer Tattooconvention beobachten. 

20min/ Ammar Jusufi

Darum gehts

Am Samstag und Sonntag hat die Ostschweizer Tattooconvention in Amriswil TG stattgefunden. Über 20 Tattoo-Studios haben ihre Geschäfte mit einem Stand an der Convention vertreten. Zahlreiche begeisterte Besucherinnen und Besucher konnten sich die Werke der Künstlerinnen und Künstler anschauen oder sogar gleich auf den Körper verewigen lassen.

«Es ist schön, nach der Corona-Pause wieder hier zu sein», sagt der Inhaber des Skindeepart Tattoo Studios, das schon an jeder dieser Conventions dabei war. Man erhoffe sich dadurch natürlich auch eine höhere Kundenanzahl. «Ausserdem ist der Austausch mit der Konkurrenz wichtig. Das macht diesen Job aus», so der Inhaber. 

2000 Jahre alte Technik

Während in der gesamten Halle überall die Nadeln hörbar am Werk waren, war es an einer Ecke besonders leise. Denn am Stand von Skindeepart aus St. Gallen werden vom 44-jährigen Künstler «Keng» Tattoos mit einer ganz besonderen Technik namens «Bamboo-Tattoo» gestochen. Dabei wird ein spezielles Holz verwendet, das in Form von einer grossen Nadel von Hand zuerst in die Tinte und dann in die Haut gelangt. 

Diese spezielle Technik soll 2000 Jahre alt sein und wird von Mönchen verwendet. «Diese Technik hat eine ganz besondere Bedeutung, denn sie wird von Mönchen zum Schutz vor Bösem verwendet, wenn jemand in den Krieg zieht», sagt der Künstler Keng.

Früher Mönch, heute Tattoo-Artist

Die Tradition hat ihre Wurzeln in Thailand und darf laut Keng ausschliesslich von Mönchen verwendet werden. Keng selbst war für vier Jahre ein Mönch und lernte dort die Bamboo-Technik, die er seit vielen Jahren praktiziert. «Ich wollte Freiheit, also habe ich das Mönchsein beendet und angefangen, diese Tradition weltweit zu verbreiten», so Keng. Das Leben jetzt gefällt Keng deutlich besser als das Leben als Mönch. 

Keng ist der einzige lizenzierte Bamboo-Tattoo-Anwender. «Das Bamboo-Tattoo wird von Hand gemacht, deswegen blutet es nicht und heilt schneller aus», so der 44-Jährige. Einmal im Jahr kommt Keng aus seinem Studio in Koh Samui in Thailand nach St. Gallen ins Skindeepart Tattoo Studio, um Schweizer Tattooliebhaber und -liebhaberinnen mit der besonderen Technik zu stechen.   

Hast du ein Tattoo?

Ostschweiz-Push


Abonnieren Sie den Push des Ostschweiz-Kanals. So verpassen Sie nichts aus dieser Region: Seien es kuriose Nachrichten, tragische Schicksale oder herzerwärmende Good News.


Und so gehts: Installieren Sie die neuste Version der 20-Minuten-App. Tippen Sie rechts oben auf das Menüsymbol, dann auf das Zahnrad. Wenn Sie dann nach oben wischen, können Sie unter Regionen den Push für den Ostschweiz-Kanal aktivieren.

Keine News mehr verpassen

Mit dem täglichen Update bleibst du über deine Lieblingsthemen informiert und verpasst keine News über das aktuelle Weltgeschehen mehr.
Erhalte das Wichtigste kurz und knapp täglich direkt in dein Postfach.

Deine Meinung

13 Kommentare