Aarau: Ehemaliger Nati-Spieler stiehlt Goldbarren

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AarauEhemaliger Nati-Spieler stiehlt Goldbarren

Ein Dieb klaut in einer Aarauer Edelmetall-Handlung einen Goldbarren. Laut Tele M1 soll es sich bei dem Dieb um einen ehemaligen Spieler der U20-Nationalmannschaft handeln.

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In der Münz-und Edelmetallhandlung Huber in Aarau liess ein Langfinger vorletzten Montag einen Goldbarren im Wert von etwa 9000 Franken mitgehen. Gemäss Tele M1 soll es sich bei dem Dieb um einen Profi-Fussballer handeln. Angeblich kickte der 22-Jährige in der U20-Nati sowie in der Jugendabteilung mehrerer Bundesligavereine.

Im letzten Augenblick konnte der Geschäftsführer Patrick Huber den Dieb noch packen: «Ich konnte ihn bei der Türe zurückreissen, dann gingen wir beide zu Boden», so Huber zum TV-Sender. Doch: «Es gab ein Gerangel, dann verlor ich das Gleichgewicht und er konnte fliehen.»

Dieb entschuldigte sich persönlich

Am Dienstag kam der Golddieb wieder in Hubers Geschäft. Mit dabei: seine Mutter. Dieses Mal war der junge Mann voller Reue. Er entschuldigte sich persönlich und seine Mutter bezahlte für den angerichteten Schaden.

Vermutlich hatte ein Bild von der Überwachungskamera, das kurz darauf durch einen Bekannten von Huber auf Facebook gepostet worden war, ihn zu der Entschuldigung bewogen.

Für mehrere Vorfälle verantwortlich?

Angeblich soll der Ex-Nati-Spieler auch für weitere Fälle in Frage kommen. «Es gibt noch mehrere hängige Fälle», so Huber. Unter anderem einen ungeklärten Goldmünzen-Diebstahl in Sursee LU.

«Ich denke, dass der Druck so gross war, dass sich der junge Mann selber bei der Polizei angezeigt hat», so Huber weiter. Er befindet sich auf freiem Fuss. Die Polizei führte an seinem Wohnort eine Durchsuchung durch.

Nicht das erste Mal

Es ist nicht das erste Mal, dass Huber von einem Dieb heimgesucht wird. Vor rund zwei Jahren gab es einen ähnlichen Vorfall. Doch den damaligen bewaffneten Dieb konnte Huber in die Flucht schlagen, indem er sein Fluchtfahrzeug – ein Velo – nahm und dieses als Wurfgeschoss verwendete.

Ob es sich um den gleichen Täter handelt, ist unklar. «Wir haben gewisse Parallelen festgestellt», sagt Huber und hofft nun, dass die Polizei dieser Spur nachgeht.

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