Spesenaffäre: Ehemaliger Professor muss HSG 80'000 Franken zahlen

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SpesenaffäreEhemaliger Professor muss HSG 80'000 Franken zahlen

Die Universität St. Gallen konnte mit einem ehemaligen Rechtsprofessor eine Einigung erzielen. Dieser brachte 2018 eine Spesenaffäre ins Rollen, die zu einer Strafanzeige gegen den Professor führte. Das Verfahren wird eingestellt.

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Die HSG hat eine Einigung mit Peter Sester, ehemaliger Rechtsprofessor, erzielt.

Die HSG hat eine Einigung mit Peter Sester, ehemaliger Rechtsprofessor, erzielt.

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Dieser hatte zwischen 2014 und 2018 überhöhte Spesen in der Höhe von 120’000 Franken bezogen.

Dieser hatte zwischen 2014 und 2018 überhöhte Spesen in der Höhe von 120’000 Franken bezogen.

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Nach Abschluss der Administrativuntersuchung kam man zum Schluss, dass gegen Peter Sester eine Strafanzeige eingereicht wird. Zudem kam es zu einer Strafklage.

Nach Abschluss der Administrativuntersuchung kam man zum Schluss, dass gegen Peter Sester eine Strafanzeige eingereicht wird. Zudem kam es zu einer Strafklage.

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Darum gehts

  • Die Universität St. Gallen und Rechtsprofessor Peter Sester haben sich geeinigt.
  • Der Rechtsprofessor hatte Spesen in einer Höhe von 120’000 Franken bezogen.
  • Die HSG reichte daraufhin eine Strafanzeige sowie eine Klage ein.
  • Sester hat der HSG als Genugtuung 80’000 Franken überwiesen.

Die Universität St. Gallen (HSG) hat sich mit ihrem ehemaligen Professor Peter Sester nach einer Spesenaffäre geeinigt: Sester zahlte der HSG wegen seiner Verfehlungen 80'000 Franken, dafür wurde das Strafverfahren gegen ihn eingestellt.

«Die HSG und Prof. Sester betrachten damit ihre Auseinandersetzung als umfassend bereinigt und erledigt», teilte die Universität am Mittwoch mit. Sester könne seine Karriere unbehelligt fortsetzen. Der Rechtsprofessor hatte in den Jahren 2014 bis 2018 gegen die Spesenordnung der Universität verstossen.

Dies führte zu einem Disziplinarverfahren und einer Strafanzeige gegen den vormaligen Ordinarius für Internationales Wirtschaftsrecht und Direktor eines HSG-Instituts. Sester kündigte im April 2019 seine Anstellung fristgemäss auf Ende Januar 2020. Damit wurde auch die Disziplinaruntersuchung beendet.

Verfahren wird eingestellt

Im vergangenen Mai stellte die St. Galler Staatsanwaltschaft den Parteien in Aussicht, die Strafuntersuchung gegen Sester einzustellen. Die HSG beabsichtigte zuerst, die Weiterführung des Verfahrens zu beantragen, wie es im Communiqué heisst.

Zwischenzeitlich habe man mit dem Professor eine umfassende Einigung getroffen. Im Gegenzug zu Sesters Zahlung von 80'000 Franken verzichtete die HSG auf eine Fortsetzung der Strafuntersuchung. Diese ist mittlerweile rechtskräftig eingestellt.

(SDA, leo)

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