Aktualisiert 23.12.2018 14:14

Flughafen GatwickEhepaar nach Drohnen-Chaos wieder frei

Noch immer weiss die Polizei nicht, wer für das Drohnenchaos am Flughafen Gatwick verantwortlich ist. Zwei Personen wurden ohne Anklage wieder freigelassen.

von
fss
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Gezielte Drohnen-Störaktion am Londoner Flughafen Gatwic: Ermittler haben am Freitagabend zwei Verdächtige festgenommen. (21. Dezember 2018)

Gezielte Drohnen-Störaktion am Londoner Flughafen Gatwic: Ermittler haben am Freitagabend zwei Verdächtige festgenommen. (21. Dezember 2018)

AFP/ben Stansall
Nach 32 Stunden Unterbruch: Das erste Flugzeug der Condor Airlines landet am Flughafen Gatwick in London.

Nach 32 Stunden Unterbruch: Das erste Flugzeug der Condor Airlines landet am Flughafen Gatwick in London.

Flightradar24
Die Drohnenflüge am London-Gatwick-Airport haben den Betrieb am Donnerstag bis in den Abend hinein lahmgelegt. Auch am Freitag kam es wieder zum Stillstand.

Die Drohnenflüge am London-Gatwick-Airport haben den Betrieb am Donnerstag bis in den Abend hinein lahmgelegt. Auch am Freitag kam es wieder zum Stillstand.

AP/tim Ireland

Elaine Kirk und Paul Gait sind wieder auf freiem Fuss. Der 47-jährige Mann und die 54-jährige Frau aus der Stadt Crawley seien ohne Anklage freigelassen worden, teilte die Polizei von Sussex am Sonntag mit. Die beiden am Freitagabend Festgenommenen, die voll mit der Polizei kooperiert hätten, seien nicht länger verdächtig.

Am Freitagabend gegen 22 Uhr wurde das Haus des britischen Ehepaars gestürmt. Der Grund: Sie wurden verdächtigt, für das Drohnenchaos am Flughafen Gatwick verantwortlich zu sein. Der Verdacht hat sich jedoch nicht erhärtet.

Der Flugbetrieb wurde am Samstag in Gatwick wieder aufgenommen. «Unsere Ermittlungen gehen weiter», sagte Kommissar James Collins von der Polizei der Grafschaft Sussex.

1000 Flüge ausgefallen

Rund 40 Mal waren Drohnen über dem Flughafen gesichtet worden, der der achtgrösste in Europa und der zweitgrösste in Grossbritannien ist - rund 40 Kilometer südlich von London. Insgesamt waren als Vorsichtsmassnahme seit Mittwochabend etwa 1000 Flüge ausgefallen oder umgeleitet worden.

Die Polizei hatte die Vermutung geäussert, dass mit den Drohnen gezielt Störungen im Flugbetrieb herbeigeführt werden sollten. Für einen terroristischen Hintergrund sah sie jedoch keine Hinweise.

Jedes Jahr werden 45 Millionen Passagiere abgefertigt

Die Armee stellte Spitzentechnologie zur Verfügung, um den Fluggeräten auf die Spur zu kommen. An der Suche nach dem Drohnenlenker waren mehr als 20 Polizeieinheiten und dutzende örtliche Sicherheitskräfte beteiligt.

Der Flughafen London Gatwick liegt südlich der britischen Hauptstadt und ist der zweitgrösste des Landes nach Heathrow. Jedes Jahr werden dort 45 Millionen Passagiere abgefertigt, obwohl der Flughafen nur über eine Start- und Landebahn verfügt. (fss/sda)

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