Aktualisiert 28.07.2016 17:37

GenfEifersüchtige Frau muss drei Monate ins Gefängnis

Am Mittwoch löste eine Ehefrau am Flughafen Cointrin einen Bombenalarm aus. Jetzt muss sie ins Gefängnis.

von
kün
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Schwer bewaffnete Polizisten standen am 27. Juli 2016 am Flughafen Genf im Einsatz.

Schwer bewaffnete Polizisten standen am 27. Juli 2016 am Flughafen Genf im Einsatz.

dra
Leser meldeten, auch Fahrzeuge vor dem Flughafen würden kontrolliert.

Leser meldeten, auch Fahrzeuge vor dem Flughafen würden kontrolliert.

Leser-Reporter
Der Pressesprecher des Flughafens, Bertrand Stämpfli riet Reisenden, für die zusätzlichen Kontrollen mehr Zeit einzurechnen.

Der Pressesprecher des Flughafens, Bertrand Stämpfli riet Reisenden, für die zusätzlichen Kontrollen mehr Zeit einzurechnen.

Leser-Reporter

Riesige Aufregung am Mittwoch am Flughafen Genf: Eine Frau hatte am Dienstag Abend angerufen und mitgeteilt, dass eine Person mit einer Bombe im französischen Sektor des Flughafens sein werde. Ein Grossaufgebot der Polizei rückte schwer bewaffnet aus, die Passagiere wurden systematisch kontrolliert.

Doch es war ein Fehlalarm. Der Staatsanwalt von Annecy, Eric Maillaud, sagte auf Anfrage: Es ging um die Geliebte ihres Ehemannes. Die 41-Jährige aus dem französischen Annecy wollte verhindern, dass diese abfliegt. Es handle sich um einen «Akt der Eifersucht».

«13'000 Menschen hatten Angst»

Die Mutter von 4 Kindern wurde verhaftet. Bereits am Donnerstag stand sie in Frankreich vor Gericht. Der Staatsanwalt fragte, weshalb sie den Anruf getätigt hatte. Wegen der Geliebten, so die Frau die seit 22 Jahren mit ihrem Mann verheiratet ist. «Ich glaubte nicht, dass mein Telefonanruf so viel Aufheben generieren würde.»

Maillaud sagte: «13'000 Menschen hatten nur wegen der Eifersucht der Angeklagten Angst.» Er forderte eine Haftstrafe von 6 Monaten. Die Richter berieten laut der «Tribune de Genève» kurz und befanden die Frau am Nachmittag für schuldig. Sie verurteilten sie zu 6 Monaten Haft, davon 3 Monate unbedingt.

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