Israel - Eifersüchtiger Anästhesist wollte Nebenbuhler mit Narkosemittel töten
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IsraelEifersüchtiger Anästhesist wollte Nebenbuhler mit Narkosemittel töten

Um einen Rivalen aus dem Weg zu räumen, war einem israelischen Anästhesisten jedes Mittel recht. Der Mann (37) versuchte, den Freund seiner Angebeteten mit Narkosemittel ins Jenseits zu befördern.

Der Anästhesist wollte seinen Rivalen mit einem starken Betäubungsmittel umbringen.

Der Anästhesist wollte seinen Rivalen mit einem starken Betäubungsmittel umbringen.

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Ein Narkosearzt in Israel hat laut Anklageschrift versucht, den Partner seiner Angebeteten mit Betäubungsmitteln zu ermorden. Der 37-jährige Assaf Karpel sei vor gut zwei Wochen in die Wohnung des Mannes in der Stadt Rechovot eingedrungen, teilte das israelische Justizministerium am Mittwoch mit. Der Frau – einer mit ihm arbeitenden Ärztin – habe er zuvor immer wieder Avancen gemacht: Er habe ihr Geschenke gemacht, Textnachrichten geschickt und mit ihrem Handy intime Fotos von sich gemacht.

Laut der «Jerusalem Post» hatte Karpel zudem einen Schlüssel zur Wohnung seines Nebenbuhlers gestohlen. Nachdem dessen Partnerin zur Arbeit gefahren war, betrat der Mediziner mit Skimaske, Mütze und Handschuhen gekleidet und mit Spritze und Skalpell bewaffnet die Wohnung und griff den schlafenden Mann mit einem Elektro-Schocker an. Danach habe er ihm das Mittel spritzen wollen. Das Opfer sei jedoch aufgewacht und habe es geschafft, Karpel aus der Wohnung zu drängen. «Ich dachte, ich müsse sterben», so der Mann gegenüber lokalen Medien. Er sei dem Täter nachgerannt und habe ihn gefragt, warum er das getan habe. «Er sagte, er habe es für mich getan – um zu prüfen, ob ich meine Partnerin beschützen könne.»

Die Polizei habe den Flüchtigen kurz darauf angehalten und in dessen Auto unter anderem Injektionsflaschen mit einem starken Betäubungsmittel gefunden. Dieses könne von einer gewissen Dosis an tödlich wirken. Der Arzt wird jetzt wegen versuchten Mordes, Diebstahls und Einbruchs angeklagt. Laut seinem Anwalt dementiert Karpel jegliche Tötungsabsicht und pocht auf seine Unschuld.

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(DPA/trx)

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