Blocks: Eigenbau-Smartwatch räumt auf Kickstarter ab
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BlocksEigenbau-Smartwatch räumt auf Kickstarter ab

In wenigen Stunden hat das Start-up Blocks 250'000 Dollar für seine modulare Smartwatch gesammelt. Noch ist die Eigenbau-Datenuhr aber nur ein Konzept.

von
tob

Käufer der Smartwatch Block sollen dereinst selber bestimmen können, wie ihre Uhr tickt. Vorgegeben ist nur das Kernmodul, mit Display, Chip, Wi-Fi und Bluetooth. Alle anderen Funktionen lassen sich individuell als Kettenglieder des Metallarmbands anstecken.

Je nach Dicke des Handgelenks lässt sich die Block-Uhr mit bis zu fünf Modulen koppeln. Diese lassen sich während des Betriebs austauschen. Zum Start soll es etwa einen Zusatzakku, ein GPS- und NFC-Modul sowie ein spezielles Abenteuerkit geben, das über Höhenmesser, Barometer und Temperatursensor verfügt.

250'000 Dollar in wenigen Stunde

Mit dem Konzept scheinen die Macher, ein britisches Start-up, ins Schwarze getroffen zu haben. Die angestrebte Finanzierung von 250'000 Dollar wurde in wenigen Stunden erreicht. Mittlerweile sind schon mehr als 750'000 Dollar zusammengekommen.

Die Blocks-Uhr läuft mit einem angepassten Android-System und nicht mit Android-Wear, das für Datenuhren gedacht ist. Android-Apps für Datenuhren lassen sich darum nicht installieren. Die Macher wollen einen eigenen Store aufbauen. Betrieben werden kann die Uhr sowohl mit iPhones als auch mit Android-Handys. Eine Unterstützung für Windows Phone können die Macher nicht garantieren.

Das Konzept der Blocks-Smartwatch ist bestechend. Das Kernmodul soll rund 200 Dollar kosten. Die Uhr mit vier Modulen gibt es ab 250 Dollar. Wird die Uhr ein Erfolg, sollen mehr Erweiterungen dazukommen. Als Liefertermin nennt Blocks den nächsten Mai – weist aber darauf hin, dass sich der Termin verzögern könnte.

Bisher gibt es nur Prototypen

Modulare Geräte sind offenbar im Trend. So sorgte der Designer Dave Hakkens mit seinem Projekt Phoneblocks bereits im Jahr 2013 für Aufsehen. Google und Motorola nahmen sich der Idee an und entwickelten gemeinsam ein modulares Smartphone. Viel mehr als Prototypen gibt es bisher aber nicht. Eine Testphase in Puerto Rico dieses Jahr wurde kurzerhand abgeblasen. Project Ara, wie sich das modulare Smartphone nennt, soll nun 2016 auf den Markt kommen, heisst es.

Pläne für modulare Smartphones kommen auch aus Finnland mit dem Puzzlephone. Auch bewirbt der Hesteller Fairphone, dass bei der zweiten Version des nachhaltigen Smartphones Einzelteile am Handy ausgetauscht werden können. Auch Hersteller Xiaomi hat ein Konzept für ein Eigenbau-Smartphone in der Schublade.

Mit diesem Video werben die Macher für ihre modulare Datenuhr. (Video: Kickstarter/Blocks)

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