George Ezra: «Eigentlich sollte ein Hamster den Song singen»
Aktualisiert

George Ezra«Eigentlich sollte ein Hamster den Song singen»

George Ezra erklärt, warum nun Magneto statt eines Hamsters im Musikvideo singt und warum er keinen blassen Schimmer hat, wie bekannt er eigentlich ist.

von
Katinka Templeton

George Ezra, Songwriter erzählen immer wieder, sie hätten schon als Kind Musik geschrieben. Worum ging es denn in deinem allerersten Song?

Ich weiss es wirklich nicht mehr, worum es darin ging, aber der Song hiess «Wishing Well». Das ist alles, woran ich mich erinnere. Ich glaube, ich war etwa dreizehn oder vierzehn Jahre alt. Ich bin ehrlich gesagt ziemlich froh, dass es davon keine Aufnahme gibt, das könnte mir heute das Genick brechen.

Jetzt hast du ja ein bisschen mehr Erfahrung im Songwriting. Wie zufrieden bist du mit deinem Debüt-Album?

Ich liebe es. Also, versteh mich nicht falsch, ich höre es mir jetzt auch nicht jeden Abend vor dem Schlafengehen an. Aber ich bin sehr stolz darauf. Es gibt ein oder zwei Sachen, die ich mittlerweile wieder ändern würde, aber alles in allem bin ich einfach nur glücklich, wie viele Menschen meine Songs mögen. Das ist ein wunderschönes Gefühl.

Du spielst diesen Sommer viele Festival-Gigs, unter anderem auch am Gurten-Festival in der Schweiz. Magst du diese grossen Auftritte, oder sind dir intime Shows lieber?

Ich bevorzuge keine Variante, weil ich beides sehr liebe. Ich denke aber, wenn ich wählen müsste, wäre mir ein Ort, in den etwa 1500 Menschen passen, am liebsten. Es erinnert mich sehr an die Zeit, in der ich selbst an Konzerte gegangen bin. Als Teenager habe ich nie grössere Gigs besucht. Ich weiss also ungefähr, wie sich mein Publikum fühlt, wenn ich da auf der Bühne stehe.

Hast du eigentlich vor oder nach deinem Auftritt irgendwelche Rituale?

Nein, ich bin superlangweilig. Ich werde nicht mal nervös.

Du wirkst wie ein ganz normaler Junge aus England, der nicht mal realisiert, wie berühmt er mittlerweile ist.

Das ist es eben – ich habe keine Ahnung. Ich reise so viel, da komme ich gar nicht dazu, Radio zu hören oder Zeitschriften zu lesen und ich bin auch nicht wirklich viel im Internet.

Die täglichen Heiratsanträge auf deiner Facebook-Wand entgehen dir also?

Oh, die gibt es? Siehst du, ich checke das alles gar nicht. Auf Facebook bin ich sowieso nur höchst selten. Das Coole an meinen Fans ist aber vor allem, dass sie nicht ausflippen, wenn sie mich mal treffen. Sie sind alle sehr ruhig und gesittet und kreischen nicht wie bei Justin Bieber.

Ich muss dir etwas gestehen, ich bin sehr neidisch auf dich. Du hast mit Sir Ian McKellan ein Video gedreht. Bitte sag mir, dass das das Beste war, das dir je passiert ist!

Bevor wir das Video zu «Listen to the Man» gedreht haben, habe ich einen Wunsch geäussert. Ich wollte einfach nicht den Song singen. Es gab verschiedene Ideen, zum Beispiel sollte eigentlich ein Hamster den ganzen Song singen. Das wäre ziemlich cool gewesen. Aber als Rob Brandon anrief, der viele meiner Videos gemacht hat, und mich gefragt hat, ob ich einverstanden wäre, wenn Sir Ian McKellan in meinem Video mitmacht, bin ich fast ausgeflippt. Und der Dreh mit ihm war wundervoll, er war sehr geduldig mit mir und einfach nur cool. Es hat grossen Spass gemacht.

Gibt es noch andere Schauspieler, mit denen du gerne arbeiten würdest?

Mir fällt gerade niemand ein, aber ich wäre unheimlich gerne mal in einer Folge von «Game of Thrones». Selbst wenn ich nur irgendwo im Hintergrund rumstehen würde und Bier trinken müsste. Oder wenn es jemals einen neuen «Harry Potter»-Film geben sollte, will ich irgendwo darin vorkommen. Das würde mich unglaublich glücklich machen.

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