Eignungstest für angehende Mediziner
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Eignungstest für angehende Mediziner

Der Ansturm auf die Ausbildung zum Arzt ist weiter äusserst beliebt: Die Unis verzeichnen dreimal mehr Anmeldungen als es Ausbildungsplätze gibt. Der Zugang zum Medizinstudium in Basel, Bern, Freiburg und Zürich ist darum erst nach einem Eignungstest möglich.

Gemäss einer Mitteilung der Schweizerischen Universitätskonferenz vom Mittwoch überstieg im Bereich der Humanmedizin an den vier Universitäten die Zahl der Bewerbungen die Aufnahmekapazität um das Dreifache. Insgesamt waren 1.712 Anmeldungen eingegangen, zur Verfügung stehen 546 Studienplätze. Damit haben die Anmeldungen im Vorjahresvergleich noch einmal zugenommen. Ein ähnliches Bild zeigt sich im Bereich der Veterinärmedizin, wo für 150 Studienplätze 348 Bewerbungen vorliegen. Im Bereich der Zahnmedizin gab es 217 Bewerbungen für 142 Studienplätze.

Trotz der voraussehbaren Rückzüge von rund einem Fünftel der Bewerbungen vor dem Testtermin sei insbesondere in der Human- und Veterinärmedizin, aber auch in der Zahnmedizin, mit einer Überschreitung der Anfängerkapazitäten zu rechnen. Diese Kapazitätsprobleme liessen sich auch durch Umleitungen vor Studienbeginn nicht beheben, schreibt die Universitätskonferenz.

Eignungstest für KandidatInnen

Für die Bewerberinnen und Bewerber aller drei medizinischen Studiengänge wird deshalb am kommenden 7. Juli ein Eignungstest durchgeführt. Vorerst setzen die Universitäten Basel, Bern, Freiburg und Zürich auf der neuen Massnahme.

Auch an den drei Westschweizer Universitäten Genf, Lausanne und Neuenburg lagen annähernd doppelt so viele Studienbewerbungen vor wie Studienplätze. In Neuenburg allerdings lagen 45 Anmeldungen für 47 Plätze vor. Diese drei Universitäten verzichten weiterhin auf die Durchführung eines Eignungstests, führen aber die intrauniversitäre Selektion weiter.

(dapd)

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