Eilat: Israel schlägt zurück
Aktualisiert

Eilat: Israel schlägt zurück

Nachdem gestern ein Selbstmordattentäter in Eilat drei Personen getötet hat, flog die israelische Luftwaffe zum ersten Mal seit langem wieder Luftangriffe auf den Gazastreifen.

Die israelische Luftwaffe hatte seit zwei Monaten keine Angriffe mehr auf den Gazastreifen geflogen. In der Nacht auf heute wurde jedoch ein Tunnel, der mutmasslichen Attentätern zum Grenzübertritt dienen sollte, bombardiert.

Zuvor hatten die Hamas und die Fatah unter sich eine Waffenruhe beschlossen, nachdem seit vergangenen Donnerstag rund 30 Personen bei Gefechten zwischen den beiden Gruppen getötet worden waren.

Die verfeindeten Palästinenserorganisationen Hamas und Fatah unternahmen einen neuen Anlauf, ihren blutigen Machtkampf im Gazastreifen zu beenden. Sie verständigten sich in der Nacht auf Dienstag auf eine Feuerpause, die um 02.00 Uhr MEZ in Kraft trat. Laut Augenzeugen wurde sie von beiden Seiten eingehalten.

Wie der palästinensische Aussenminister Mahmud al-Sahar in Gaza mitteilte, kam die Vereinbarung unter ägyptischer Vermittlung zu Stande. Die regierende Hamas und die Fatah von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas hatten sich schon mehrmals auf Feuerpausen verständigt, die sich bisher als kurzlebig erwiesen.

Die Vereinbarung sehe unter anderem den Rückzug aller Kämpfer von den Strassen im Gazastreifen, den Abbau der Kontrollstellen sowie die Freilassung aller Geiseln vor. Ausserdem sollen die Gespräche zur Bildung einer Regierung der nationalen Einheit fortgeführt werden.

Luftangriffe Israels

Während die Waffenruhe in Kraft trat, bombardierte in der gleichen Nacht die israelische Luftangriffe einen Tunnel in der Nähe des Übergangs Karni, wie ein Armeesprecher mitteilte.

Nach seinen Angaben wollten palästinensische Attentäter durch den Tunnel auf israelisches Gebiet vordringen. Am Montag waren bei einem palästinensischen Selbstmordanschlag auf eine Bäckerei des israelischen Badeorts Eilat drei Menschen ums Leben gekommen. (sda)

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