Bayern siegessicher: «Ein 3:0 für Zürich wird es nicht geben»
Aktualisiert

Bayern siegessicher«Ein 3:0 für Zürich wird es nicht geben»

Man könnte meinen, Bayern München hätte die Gruppenphase der Champions League bereits erreicht. Zumindest zeigen sich die Bayern vor der Partie gegen den FC Zürich mehr als zuversichtlich.

von
Eva Tedesco
Bayern-Star Bastian Schweinsteiger zeigt sich gutgelaunt und locker an der Pressekonferenz vor dem Rückspiel gegen den FC Zürich. (Keystone/AP)

Bayern-Star Bastian Schweinsteiger zeigt sich gutgelaunt und locker an der Pressekonferenz vor dem Rückspiel gegen den FC Zürich. (Keystone/AP)

Anspannung sieht anders aus. Bayern-Trainer Jupp Heynckes, Bastian Schweinsteiger und Manuel Neuer stellen sich gelöst den Fragen der zahlreichen Medienvertreter, die auf den Zürichberg gepilgert sind, wo die Bayern im feudalen 5-Sterne-Luxus-Hotel Dolder Grand logieren. Im luxuriösen Ambiente mit einem atemberaubenden Blick über die Stadt Zürich signalisiert das deutsche Starensemble in aller Deutlichkeit: «Mia san mia.» Wir, das ist der FC Bayern München.

Höflich taxiert Bastian Schweinsteiger die Ausgangslage mit «gut». Der Torschütze zum 1:0 im Hinspiel würde am liebsten «auch in Zürich zu null spielen». Dann wäre der FCB weiter. Zweifel an der Machbarkeit lässt Schweinsteiger nicht aufkommen. Immerhin hatte Bayern-Keeper Manuel Neuer in der Allianz Arena «weniger zu tun als auch schon». Dann fügt der 88-fache Internationale aber etwas bescheidener an: «Es wäre gut, wenn wir in Führung gehen könnten. Wenn wir nachlässig wären und das 0:1 kassieren würden, dann würden wir Zürich wecken. Sie werden sich nicht aufgeben und das 2:0 wettmachen wollen. Ein 3:0 wird es für den FC Zürich nicht geben.» Auf erneutes Nachfragen, ob er da ganz sicher sei, antwortet Schweinsteiger: «Todsicher!»

Hundert Euro Busse

Trainer Jupp Heynckes lässt sich vom Hinspiel wenig beeindrucken und erwartet einen mutigeren FCZ. «Sie werden mit der Unterstützung des Publikums stürmischer und mit mehr Leidenschaft nach vorne spielen. Sie haben gute Fussballer, aber die können nur gut spielen, wenn wir sie zur Entfaltung kommen lassen.» Je nach Spielverlauf könnte sich Heynckes mit einem Unentschieden zufriedengeben. Primär will er aber alle Spiele gewinnen. «Ich habe im Fussball schon so viel erlebt, deshalb lautet meine Maxime: Wir fangen immer bei 0:0 an. Wenn wir gut disponiert sind, sind wir nur schwer zu schlagen.»

Der FC Zürich habe zwar eine gute Mannschaft, formuliert es der letztjährige Trainer von Eren Derdiyok und Tranquillo Barnetta in Leverkusen höflich, «aber meine Meinung ist, dass wir eine europäische Topmannschaft sind und gegen solche Gegner gewinnen müssen». Das sei allein schon eine Verpflichtung den Millionen Fans gegenüber, die am Dienstag vor den TV-Geräten sitzen werden. Das gehe nur, wenn die bestmögliche Mannschaft auf dem Platz steht – und die hat letzten Samstag den HSV 5:0 abgewatscht.

Deine Meinung