Aktualisiert 17.03.2020 10:47

Alpstein

«Ein Absturz hätte für die beiden fatal sein können»

Ein Leser-Reporter konnte beim Seealpsee beobachten, wie zwei Personen mit der Rega gerettet wurden. Beide wurden unverletzt mit dem einem Seil hochgezogen und weggeflogen.

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Hier sieht man die spektakuläre Rettungsaktion. (Video: Leser-Reporter/jil)

«Die Rettungsaktion zu beobachten, war sehr interessant», so der Leser-Reporter. Der 40-Jährige aus Rebstein SG konnte am Sonntag gegen 15 Uhr miterleben, wie die Schweizerische Rettungsflugwacht Rega zwei Personen aus einem felsigen Gelände beim Seealpsee rettete. Er gehe ab und an dort wandern. Auch am vergangenen Wochenende war er mit seiner Familie am See unterwegs, als ihm auffiel, dass ein Helikopter der Rega über dem Gebiet kreiste.

Die Aktion habe rund 15 Minuten gedauert. Dabei hat die Rega laut dem Leser-Reporter einen Mann und eine Frau gerettet. «Hier gibt es Wanderwege für Fortgeschrittene. Womöglich waren die beiden einfach überfordert», so der Leser-Reporter. Bei der Rettung wurden beide mit einer Seilwinde vom Helikopter hochgezogen und auf einer Wiese direkt neben dem See abgesetzt. Der 40-Jährige findet es gut, dass die Rega zur Hilfe kam: «Ein Absturz hätte in diesem Gebiet fatal sein können.»

Mit dem Seil gerettet

Karin Zahner, Mediensprecherin der Rega, bestätigt: «Die Rega-Crew der Einsatzbasis St. Gallen flog am Sonntag einen sogenannten Präventiveinsatz beim Seealpsee.» Grundsätzlich gehe es bei einem Präventiveinsatz immer darum, durch eine frühzeitige Bergung eine Verletzung von in Not geratenen Personen zu verhindern. Somit wurden am Sonntag zwei Personen mit der Rega evakuiert. Da der Helikopter nicht an der Örtlichkeit landen konnte, wurden die Betroffenen mit der Rettungswinde gerettet. Bei der Rettungswinde handelt es sich um ein High-Tech-Gerät mit fein dosierbarer Seillänge bis zu 90 Metern, das für zwei Personen ausgelegt ist. «Die beiden Personen waren in eine Notlage geraten. Die Rega hilft, wann immer sie kann», so Zahner.

Wenn Menschen in Not die Rega alarmieren, würden die Einsatzleiter in der Einsatzzentrale beurteilen, ob ein Rettungshelikopter tatsächlich das richtige Mittel ist. Je nach Situation könne man den Alarmierenden telefonisch oder mit digitalem Kartenmaterial den Weg erklären oder einen begleitenden Abstieg mit einen Bergretter organisieren. Auch wenn die Rega jederzeit hilft, kosten die Einsätze. «Die Rega kann ihren Gönnerinnen und Gönnern als Dank für ihre Unterstützung jene Einsatzkosten erlassen, für die keine Versicherung aufkommen muss», so Zahner. In den letzten Jahren halfen die Helikopter-Crews der Rega pro Jahr durchschnittlich gegen 10'000 Patienten. Zudem rette die Rega jährlich bis zu 250 unverletzte Personen.

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