Aktualisiert 20.06.2018 10:08

Polizei warnt

Ein achtloser Sprung ins Wasser kann tödlich enden

Bei der aktuellen Hitze suchen viele Abkühlung im Wasser. Doch dies kann tödliche Gefahren bergen: Die Polizei mahnt zur Vorsicht.

von
viv
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Die Kantonspolizei St. Gallen rät in diesen Tagen nicht zu leichtsinnig ins kühle Nass zu steigen und warnt vor den Gefahren.

Die Kantonspolizei St. Gallen rät in diesen Tagen nicht zu leichtsinnig ins kühle Nass zu steigen und warnt vor den Gefahren.

Kapo SG
So sind vor allem Kleinkinder machtlos, wenn sie ins Wasser fallen und sollten daher nie aus den Augen verloren werden. Jüngstes Beispiel dafür ist die Tochter (1) von Ski-Superstar Bode Miller, die bei einer Poolparty ertrank.

So sind vor allem Kleinkinder machtlos, wenn sie ins Wasser fallen und sollten daher nie aus den Augen verloren werden. Jüngstes Beispiel dafür ist die Tochter (1) von Ski-Superstar Bode Miller, die bei einer Poolparty ertrank.

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Auch Schweizer Sportstars mussten schon um ihre Kinder bangen: Vor wenigen Wochen musste die Rega die vier kleinen Kinder von Ex-Leichtathletin Anita Weyermann...

Auch Schweizer Sportstars mussten schon um ihre Kinder bangen: Vor wenigen Wochen musste die Rega die vier kleinen Kinder von Ex-Leichtathletin Anita Weyermann...

Alexandra wey

Laut SRF Meteoklettern die Temperaturen in der Schweiz am Mittwoch auf 30 Grad. Da kommt für viele die Abkühlung im Wasser gerade recht. Doch wer sich leichtsinnig ins kühle Nass begibt, kann unter Umständen sein Leben riskieren, warnt die Kantonspolizei St. Gallen auf ihrer Facebookseite.

Jedes Jahr verletzen sich rund 12'000 Personen in der Schweiz beim Schwimmen – rund 20 verlieren dabei ihr Leben. Um sich oder seine Kinder nicht in unnötige Gefahr zu begeben, gibt es laut Polizei einige Regeln zu befolgen:

Wann Sie nicht baden sollten

- Schwimmen oder baden Sie niemals unter Alkohol- oder Drogeneinfluss. Das Bewusstsein wird dadurch getrübt, so dass gefährliche Situationen nicht erkannt werden. Ein weiteres Problem ist, dass Alkohol die Blutgefässe weitet. Da beim Schwimmen das Blut schnell abkühlt, besteht so die Gefahr eines Kreislaufkollapses.

- Springen Sie nie überhitzt in Wasser und meiden Sie beim Schwimmen einen ganz vollen oder leeren Magen. Sollten Sie nur leichte Zweifel bezüglich Ihres Gesundheitszustandes haben, dann gehen Sie bestenfalls gar nicht ins Wasser.

Bei Kindern ist besondere Vorsicht geboten

- Lassen Sie Ihre Kinder nie unbeaufsichtigt, auch nicht für kurze Zeit und selbst dann nicht, wenn diese eine Schwimmhilfe tragen. «Sie sind für ihr Kind verantwortlich, nicht der Bademeister», so der Appell der Polizei. Kleinkinder können bereits in knöcheltiefem Wasser ertrinken. Der Grund dafür ist, dass bei ihnen der Kopf verhältnismässig gross ist und der Schwerpunkt des Körpers deshalb im Brustbereich statt wie bei Erwachsenen auf Höhe des Nabels, liegt. Fällt ein Kind nach vorne gebeugt ins Wasser, kann es unter Umständen den Kopf nicht mehr selbständig hochheben.

- Weiter kann es bei Kleinkindern zum sogenannten «lautlosen Ertrinken» kommen, wobei Kinder, die mit dem Kopf unter Wasser geraten sind, ohne zu schreien oder zappeln einfach reglos im Wasser liegenbleiben und so ums Leben kommen.

Anweisungen Folge leisten

- Befolgen Sie stets Anweisungen von Rettungsschwimmern und Bademeistern und beachten Sie die Hinweise und Verbote auf Warnschildern. Gerade in Flüssen, aber auch in Seen können sich lebensgefährliche Strömungen entwickeln, die von aussen nicht sichtbar sind und deshalb nicht eingeschätzt werden können. Selbst bei einer geringen Strömungsgeschwindigkeit gelingt es oft nicht, gegen diese anzukämpfen und es folgt schnell eine Erschöpfung.

Schützen Sie sich selbst

- Wenn Sie sich beim Schwimmen unsicher fühlen, bleiben Sie in sicherem und überwachtem Gewässer und informieren Sie andere Personen, die Sie im Auge behalten oder mit Ihnen schwimmen können. Besuchen Sie zudem einen Schwimmkurs, um Ihre Fähigkeiten zu verbessern. Zusätzliche Sicherheit bieten Auftriebshilfen wie eine Schwimmboje oder ein Neoprenanzug – diese Hilfsmittel sind jedoch nur unterstützend und ersetzen nicht die Tatsache, dass man nur in tieferes Wasser gehen sollte, wenn man schwimmen kann.

- Aufgeblasene Schwimmhilfen wie beispielsweise Luftmatratzen gehören nicht ins tiefe Wasser, denn diese bieten falsche oder gar keine Sicherheit. Tragen Sie und Ihre Kinder auch bei anderen Freizeitaktivitäten wie etwa beim Bootfahren stets eine Rettungsweste.

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