Feuerthalen ZH: Ein Alphornbläser erzürnt die Nachbarn

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Feuerthalen ZHEin Alphornbläser erzürnt die Nachbarn

Das Spiel eines Alphornbläsers im Freien stört Anwohner so sehr, dass sie sogar gegen die Gemeinde vorgehen wollen. Der Gemeindepräsident hat dafür nur wenig Verständnis.

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zed
In der Gemeinde Feuerthalen stören sich Anwohner am Alphornspiel eines Schrebergärtners.

In der Gemeinde Feuerthalen stören sich Anwohner am Alphornspiel eines Schrebergärtners.

Eigentlich möchte Erich Straub in seinem gemieteten Schrebergarten in der Gemeinde Feuerthalen ZH nur in Ruhe das Alphornspiel üben. Allerdings sind nicht alle Anwohner über die Klänge erfreut, wie Der Landbote berichtet. Seit Jahren tobt dort ein Nachbarschaftsstreit zwischen dem Alphornspieler und Nachbarn.

Diese stören sich daran, dass Straub ein- bis zweimal pro Woche im Freien übt. Die gesetzlichen Grundlagen in diesem Streit sind klar: Das Musizieren im Freien ist von 22 Uhr bis 7 Uhr verboten. In der übrigen Zeit ist es erlaubt, solange sich keine Drittpersonen davon gestört fühlen. Im Fall Feuerthalen greift aber nicht nur die Polizei, sondern auch die Gemeinde ein – ihr gehören die Schrebergärten.

Im schlimmsten Fall wird der Schrebergarten gekündigt

Gemeindepräsident Jürg Grau (SVP), der selbst Schwyzerörgeli spielt, hat für die Klagen der Anwohner wenig Verständnis, wie er dem «Landboten »sagt. Dennoch müssen er und der Gemeinderat als Besitzer der Schrebergärten handeln. Die Nachbarn drohen, gegen die Gemeinde vorzugehen, sollte sich die Situation nicht verbessern.

Auch die persönlichen Gespräche von Grau mit den zerstrittenen Parteien hätten nur kurzfristig Ruhe gebracht. Aber «es gehören immer zwei zum Streiten», wie er dem «Landboten» sagt. Der Alphornbläser sei nun gebeten worden, sein Spiel stark zu reduzieren oder nach drinnen zu verlegen. Geschehe dies nicht, wäre eine Kündigung des Schrebergartens möglich.

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