21.08.2018 11:05

Heiratsstory Ein Bänkli verschlägt der Braut die Sprache

Der 25-jährige Dennis Weiss und seine Steffi gaben sich am Samstag das Jawort in der Kirche. Mittendrin: eine Zürcher Sitzbank.

von
wed
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Auf diesem Bänkli an der Zürcher Bahnhofstrasse begann alles: 2010 lernte Dennis Weiss dort seine Steffi kennen.

Auf diesem Bänkli an der Zürcher Bahnhofstrasse begann alles: 2010 lernte Dennis Weiss dort seine Steffi kennen.

Mit Glück bekam er ihre Telefonnummer und wenig später wurden die beiden 25-Jährigen ein Paar.

Mit Glück bekam er ihre Telefonnummer und wenig später wurden die beiden 25-Jährigen ein Paar.

Im März 2016 machte Dennis Steffi einen Heiratsantrag – auf demselben Bänkli an der Zürcher Bahnhofstrasse.

Im März 2016 machte Dennis Steffi einen Heiratsantrag – auf demselben Bänkli an der Zürcher Bahnhofstrasse.

Die romantische Geschichte begann 2010 an der Zürcher Bahnhofstrasse: «Ich war auf dem Weg in Richtung Hauptbahnhof, als ich eine Kollegin auf einem Bänkli antraf», erzählt Dennis Weiss. Neben der Kollegin sei eine Bekannte von ihr gesessen: Steffi B. «Sie hat mir gleich sehr gut gefallen und ich habe mich daher extra zwischen die beiden gesetzt», erinnert sich Weiss.

Da er an diesem Tag ein neues Handy gekauft habe, habe er seine Kollegin gebeten, ihre Nummer wieder im Handy zu speichern. «Dann sagte ich zu Steffi, sie könne die Nummer ja auch gleich eintragen. Doch sie weigerte sich zuerst.» Nach einer kurzen Diskussion habe er aber dann auch ihre Handynummer erhalten.

Heiratsantrag auf demselben Bänkli

Bald folgten die ersten Dates mit Steffi und wenig später wurde aus ihnen ein Paar. «Wir haben das Bänkli immer wieder besucht, wenn wir in der Stadt Zürich waren und Zeit hatten, dort kurz zu verweilen», sagt Weiss. Im März 2016 kam es dann zu einem sehr speziellen Besuch. «Ich habe Steffi auf demselben Bänkli, wo wir uns kennengelernt hatten, einen Heiratsantrag gemacht – zum Glück hat sie Ja gesagt.»

Damit aber nicht genug. Lange zerbrach sich der 25-Jährige den Kopf über das richtige Hochzeitsgeschenk. «Dann kam mir das Bänkli in den Sinn», sagt Dennis Weiss. Das Bänkli, das alle wichtigen Momente in der Beziehung miterlebt habe. «Ich habe dann herausgefunden, dass die Firma Burri public elements für diese Sitzbänke verantwortlich ist, und sie kontaktiert.» Weiss rechnete schon mit einem bürokratischen Marathon. «Doch als ich den Verantwortlichen unsere Geschichte erzählte, waren sie sofort hilfsbereit.»

«Ich hätte diese Freude unglaublich gern mit ihr geteilt»

Durch die Zusammenarbeit habe er dann erfahren, wie robust und langlebig so ein Bänkli sein kann. «In der heutigen Zeit ist das etwas sehr Spezielles und ich hoffe, dass unsere Ehe genauso robust und langlebig sein wird und wir irgendwann mit unseren Kindern oder gar Enkeln auf diesem Bänkli sitzen werden.»

Und nun stand das Bänkli am Samstag in der Zürcher Kirche St. Theresia, wo sich Dennis und Steffi das Jawort gaben. «Es war unglaublich schwierig, diese Überraschung so lange für mich zu behalten. Ich habe mich so gefreut, dass alles klappt – ich hätte diese Freude unglaublich gerne mit ihr geteilt.»

«Von mir war nur noch ein lautes Was zu hören»

Die Überraschung hat sich gelohnt, wie Steffi Weiss nach der Hochzeit sagt: «Ich konnte es nicht fassen. Als man mich in Richtung Altar führte, dachte ich zuerst, Dennis hätte die Stühle mit einem weissen Überzug verdeckt.» Als sie dann realisiert habe, dass es sich um das Bänkli von der Bahnhofstrasse handelte, verschlug es ihr die Sprache. «Von mir war nur noch ein lautes ‹Was?› zu hören und dann brachte ich keinen Ton mehr raus.»

Was das Bänkli gekostet hat, wollen beide Parteien nicht verraten. Laut Martin Burri von Burri public elements habe man aufgrund der berührenden Liebesgeschichte eine Ausnahme gemacht und das Bänkli an der Bahnhofstrasse sei ersetzt worden: «Das haben wir von Herzen gern getan. Wir wissen, dass unsere Produkte die Lebensqualität vieler Menschen verbessern. Wenn unsere Sitzbank für die beiden so wichtig ist, freut uns das natürlich doppelt.»

Nach den Flitterwochen kommt das Bänkli dann auf den Balkon der gemeinsamen Wohnung. «Mit etwas Glück haben das Bänkli und der Gasgrill Platz», so Dennis Weiss. Und sonst sei es halt vorbei mit dem Grillieren.

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