Aktualisiert 25.11.2011 16:03

Millionenvertrag bei PSGEin Beckham als Marketing-Investition

Vieles deutet darauf hin, dass David Beckham seine Karriere bei Paris St. Germain beendet. Der Präsident des Klubs, Nasser al-Khelaifi, soll bereit sein, dem Altstar 17 Millionen zu zahlen.

von
fbu

Seit Tagen halten sich die Gerüchte hartnäckig, dass Englands Altstar David Beckham nach Ablauf seines Vertrages bei L.A. Galaxy nach Europa zurückkehrt – mehrere europäische Klubs zeigten bereits Interesse. Am intensivsten scheinen aber die Bemühungen von Paris St. Germain zu sein. Die englische Zeitung «Daily Mail» will nun in Erfahrung gebracht haben, dass «Becks» kurz davor stehe, einen Vertrag beim Pariser Klub zu unterschreiben. Angeboten werden ihm offenbar eine Verpflichtung über 18 Monate und rund 17 Millionen Schweizer Franken.

Becks soll Teil einer grossen Strategie sein

PSG-Präsident Nasser al-Khelaifi soll sich höchstpersönlich dafür einsetzen, dass Beckham den Weg an die Seine findet. Ziel des Mannes aus Katar ist es, Paris St. Germain in eine fussballerische Supermacht zu verwandeln. Und «Becks» ist dabei ein Teil seines Plans: «David Beckham geht über den Sport hinaus. Er ist ein Botschafter, er ist eine Marke und er ist ein Vorbild für andere», sagte PSG-Präsident Nasser al-Khelaifi gegenüber der Online-Ausgabe der Equipe. «Aber er ist auch immer noch ein sehr guter Fussballer, dessen Alter kein Problem ist», bekräftigte er. Schon früher feilte Paris St. Germain am Supermacht-Plan, z.B. mit dem Kauf von Javier Pastore. Knapp 52 Million Schweizer Franken kostete der Argentinier.

Al-Khelaifi hat bestätigt, dass sich Beckham zwischen Tottenham und PSG entscheiden muss. Inzwischen hätten sich laut dem Präsidenten die Vorteile aber in Richtung des französischen Klub verschoben. Grund dafür dürfte sein, dass Geld für den Katarer kein Problem ist. Mit dem Angebot, dass er Beckham macht, können die Tottenham Hotspurs nicht mithalten.

Grosse TV-Pläne und Trikotverkäufe

Der katarische Präsident von PSG ist auch der General-Manager der Sportsektion des arabischen TV-Senders «Al Jazeera». Nun hat al-Khelaifi angekündigt, das am Samstag zum ersten Mal ein PSG-Spiel live auf dem arabischen Sender zu sehen sein wird. Und er betont: Wenn Beckham tatsächlich Teil seines Teams wird, dann werden die Ernstkämpfe von PSG wöchentlich im Nahen Osten zu sehen sein.

Hintergrund der grossen TV-Pläne al-Khelaifis dürfte auch das Ankurbeln der Trikotverkäufe bei Paris St. Germain sein. Trikots mit grossen Namen - wie zum Beispiel Beckham - verkaufen sich wesentlich besser als andere. So soll laut «Spiegel Online» Madrid nach dem Rekord-Transfer von Cristiano Ronaldo, für welchen Real eine Ablösesumme von 94 Millionen Euro hingelegt hat, innerhalb der ersten sieben Monate 1,2 Millionen Trikots des Portugiesen verkauft haben. Bei einem Stückpreis von 116 Franken lag der erzielte Umsatz durch die Shirts mit der Rückennummer 9 bei rund 140 Millionen Schweizer Franken. Wie viel davon tatsächlich beim Verein ankam, ist unklar. Klingt aber allemal lukrativ.

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