Aktualisiert 27.06.2014 16:24

Rita Ora«Ein bisschen Schmerz finde ich geil»

Rita Ora hat mit uns ziemlich offenherzig über ihr Sexleben und ihre Rolle in «50 Shades of Grey» gesprochen.

von
Marc-André Capeder

«Keine Fragen zu ihrer Beziehung mit Calvin Harris», heisst es von der Plattenfirma, noch bevor ich mit einem Fuss im Raum bin, in dem ich Rita Ora interviewe. Dabei wollte ich doch unbedingt wissen, ob ihr Calvin in seiner Villa wirklich ein ganzes Zimmer gewidmet hat mit ihren Goldplatten und Bildern an den Wänden. Den eigentlichen Grund für den Maulkorb finde ich Wochen später raus: Die Beziehung zwischen Rita und dem schottischen Star-DJ Calvin Harris war zum Zeitpunkt des Interviews wohl schon Geschichte. Rita Ora wäre aber nicht Rita Ora, hätte sie sich den Herzschmerz anmerken lassen: Während des Interviews macht die 23-Jährige Witze, zeigt mir auf ihrem Handy Outfit-Bilder, schneidet beim gemeinsamen Foto Grimassen. Und sie legt mir immer wieder die Hand auf den Arm, so wie Freunde es machen - obwohl wir uns nicht kennen. «Ich bin immer noch genau gleich wie vor zwei Jahren», sagt die supererfolgreiche Britin mit kosovarischen Wurzeln. Ich solls ihr glauben.

Rita, du bist viel unterwegs.

Was machst du, wenn du mal Pause hast?

Ich bleib den ganzen Tag im Bett und schau mir Realityshows wie «The Real Housewives of Atlanta» an. An diesen Tagen steh ich nur zum Kochen und Essen auf.

Wie wärs mit einer eigenen Realityshow?

Niemals. Es würde mich total fertigmachen, wenn ständig ein Kamerateam um mich herumschwirren würde.

Das erstaunt mich.

Wieso?

Weil du so extrovertiert wirkst. Für Terry Richardson hast du kürzlich im durchsichtigen BH posiert.

Der Typ ist eine Legende. Ich musste ihm doch etwas bieten. Ich habe absolut keine Mühe, mich nackt zu zeigen.

Darum spielst du auch in der Verfilmung von «50 Shades of Grey» mit.

Da sieht man mich aber nicht nackt. Ich spiele die Schwester von Christian Grey. Die treibts nicht so bunt.

Sagt dir diese Art von Sex zu?

Ich mags auch eher wild und stehe auf Peitschen.

Wie bitte?

Natürlich nicht, bis Blut spritzt, aber so ein bisschen Schmerz finde ich geil.

Und das erzählst du jetzt einfach so? Das kommt selten vor bei Stars.

Ist doch nichts dabei. Ich bin immer ehrlich in Interviews. Aber wir können natürlich auch über mein neues Album sprechen.

Okay. Worum gehts?

Es sind alles Up-Tempo-Lovesongs über eine Zeit in einer Beziehung, die ich die Flitterwochenphase nenne. Es sind die ersten Monate mit einem neuen Typen, in denen man bis über beide Ohren verliebt ist und die ganze Welt rosa sieht. Es erscheint im September.

Gibts irgendwelche spannenden Features?

Prince ist auf dem Album. Darauf bin ich mächtig stolz.

Du hast mit 16 die Schule geschmissen, um ein Star zu werden. Was haben deine Eltern dazu gesagt?

Mein Vater war ziemlich sauer. Meine Mum hat mich unterstützt. Sie sagte immer: «Rita, stell dir beim Einschlafen vor, du stehst auf einer Bühne und 20'000 Leute schreien deinen Namen. So wird es irgendwann wahr.» Sie hatte Recht.

Sind sie involviert in deine Karriere?

Ich habe gerade meine eigene Firma gegründet. Bald gibts Rita-Ora-Beautyprodukte. Meine Schwester Elena leitet die Firma, aber auch meine Eltern sind beteiligt. Ich will ein kleines Ora-Imperium schaffen.

Besitzt du auch ein Haus im Kosovo?

Noch nicht, aber bald. Ich habe aber schon in ein Fussballteam im Kosovo investiert.

Kannst du dort noch auf der Strasse rumlaufen?

Na klar, die Leute da sind super easy. Wenn ich in Pri¨tina bin, rufen mir die Leute ein «Hey Rita, was geht?» entgegen. Ich bin eine von ihnen.

Am 23. Juli ist Rita Ora live am Blue Balls Festival in Luzern zu sehen.

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