Aktualisiert 27.08.2012 16:37

Gastrokrise«Ein bisschen Wirten reicht nicht»

Vielen kleinen Gastrobetrieben im Kanton Luzern geht es schlecht. Allerdings gibt es auch Lichtblicke.

von
lin
Bei ihnen läufts rund: Manuel (links) und Stefan Kaufmann im Restaurant Hopfenkranz in Luzern.

Bei ihnen läufts rund: Manuel (links) und Stefan Kaufmann im Restaurant Hopfenkranz in Luzern.

Die neuste Zahlen des Kantons Luzern sprechen eine deutliche Sprache: Im Vergleich zum Vorjahr gingen die Umsätze im Gastgewerbe im letzten Quartal um 9,5 Prozent zurück.

Vor allem kleine Betriebe haben momentan zu kämpfen: Mehr als die Hälfte verzeichnete Umsatzeinbussen. Und bis Ende Jahr wird nicht mit einer Verbesserung der Situation gerechnet, teilte Statistik Luzern Lustat am Montag mit.

Allerdings: «Nicht überall läuft es schlecht», meint der Präsident von Gastro Luzern, Ruedi Stöckli. «Vor allem bei Speiserestaurants sieht die Lage wesentlich besser aus.» Problematischer sei die Situation bei den klassischen Landbeizen.

Oswald Ruckli, der seit 18 Jahren den Gasthof Rössli in Altwis führt, spürt den wirtschaftlichen Druck. «Die Einführung des Rauchverbots hat zu Umsatzeinbussen geführt. Davon haben wir uns nie mehr ganz erholt.» Zudem würden viele Leute eher in die Stadt gehen und dort in ein Restaurant einkehren.

Zwei, die sich nicht beklagen können, sind die Brüder Manuel und Stefan Kaufmann, die seit rund zwei Jahren erfolgreich das Restaurant Hopfenkranz in Luzern betreiben. Ein Selbstläufer ist es aber auch in der Stadt nicht: «Ein bisschen Wirten reicht nicht. Man muss hart arbeiten.»

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