Aktualisiert 21.10.2016 15:03

YB-Rekordschütze Hoarau«Ein brandgefährlicher Stürmer»

Mit den drei Toren beim 3:1 gegen Apoel Nikosia löste Guillaume Hoarau den legendären Geni Meier als besten europäischen YB-Torschützen ab.

von
Peter Berger

Guillaume Hoarau nach seinem Hattrick gegen Apoel Nikosia. (Video: 20 Minuten)

Guillaume Hoarau steht nach dem Hattrick in der Europa League gegen die Zyprioten bei neun Europacup-Toren für YB. Damit verbesserte der 32-jährige Franzose die langjährige Bestmarke von Geni Meier. «Bomben-Meier» hatte zwischen 1951 und 1965 achtmal in europäischen Wettbewerben getroffen. «In den Geschichtsbüchern von YB zu stehen, freut mich sehr», so Hoarau.

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Guillaume Hoarau lässt Dampf ab. Am 20. August hatte er letztmals für YB getroffen. Für einen Goalgetter seines Kalibers sind zwei torlose Monate eine lange Durststrecke.

Guillaume Hoarau lässt Dampf ab. Am 20. August hatte er letztmals für YB getroffen. Für einen Goalgetter seines Kalibers sind zwei torlose Monate eine lange Durststrecke.

epa/Peter Klaunzer
Weil es so schön anzuschauen ist: von Hoaraus Kopf steigt Dampf auf.

Weil es so schön anzuschauen ist: von Hoaraus Kopf steigt Dampf auf.

Keystone/Peter Klaunzer
Für die Young Boys, die zuletzt an einer Torflaute zu knabbern hatten, ist Hoarau Gold wert. Sein Hattrick beim 3:1 gegen Apoel Nikosia lässt die Berner weiter vom Überwintern in der Europa League träumen.

Für die Young Boys, die zuletzt an einer Torflaute zu knabbern hatten, ist Hoarau Gold wert. Sein Hattrick beim 3:1 gegen Apoel Nikosia lässt die Berner weiter vom Überwintern in der Europa League träumen.

epa/Peter Klaunzer

Der Goalgetter hatte gegen Nikosia erst den 1:1-Ausgleich erzielt.

(Quelle: Dailymotion)

Danach traf der fünffache französische Internationale aus La Réunion im Nachschuss nach seinem ersten Penalty.

(Quelle: Dailymotion)

Den zweiten Elfmeter verwertete Hoarau dann im ersten Anlauf.

(Quelle: Dailymotion)

Goalgetter und Teamleader

Wenn Hoarau nicht spielt, geht bei YB nichts. Seit Sonntag ist er zurück, gestern traf er auch wieder. In seiner zweimonatigen Verletzungspause (Muskelfaserriss im Oberschenkel) kamen die Berner nur zu zwei Siegen (dazu drei Niederlagen und vier Remis). «Er ist ein brandgefährlicher Stürmer, aber er ist für uns noch wichtiger als nur die Tore», sagt der neue Sportchef Christoph Spycher über Hoarau. «Er ist eine herausragende Persönlichkeit, er ist positiv und zieht die Teamkollegen mit. Er ist grandios.»

Hoarau drohte mit Faustschlag

Spychers Worte unterstreicht eine Anekdote aus der Kabine. Als der Verwaltungsrat Urs Siegenthaler nicht nur seine YB-Kollegen in der Führungsetage heftig kritisierte, sondern auch die Spieler verbal beleidigte, soll Hoarau nach Siegenthalers Besuch in der Garderobe aufgestanden sein und Trainer Adi Hütter unmissverständlich gesagt haben, wenn dieser Mann noch einmal in die Kabine komme, beordere er ihn mit seinen Fäusten hinaus. Siegenthaler ist bekanntlich bereits wieder weg aus Bern, Hoarau dagegen sicherte sich einen Platz in den YB-Geschichtsbüchern.

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