Aktualisiert 09.01.2005 18:50

Land Rover Discovery 3Ein britischer «Alleskönner»

Der neue Sauber-Star und Ex-Weltmeister der Formel 1, Jacques Villeneuve, fährt einen Land Rover Discovery 3. Wir testeten, ob das das richtige Auto für den Kanadier ist.

In der Schweiz wimmelt es aus steuertechnischen Gründen von Formel-1-Stars. «Steuertechnisch» hat in diesem Zusammenhang nichts mit Fahrkursen des TCS zu tun, sondern mit dem Portemonnaie. Und weil wir ansonsten in Sachen Formel 1 nicht verwöhnt werden, müssen wir zu denen Sorge tragen, die mit der Schweizer Fahne unterwegs sind. So einer ist Paradiesvogel Villeneuve, der seit Dezember mit einem Land Rover Discovery 3 zur Arbeit und zum Skifahren in sein Chalet in Villars fährt.

Mittwoch, 5. Januar: Während die Gäste des Hotels Lenkerhof schlafen, machen wir uns auf in Richtung Jaunpass. Ich im schwarzen Discovery 3 mit V8-Motor und 300 PS; vor mir die Crew der TCS-«MotorShow» im Range Rover.

«Lass dich zurückfallen.»

«Hol mit Tempo auf.»

«Bitte schneller.»

«Überholmanöver.»

«Bitte näher.»

«Jetzt Vollgas.»

Die Anweisungen von TV-Journalist Matthes Schaller halten mich auf Trab, das Terrain Response System von Land Rover den Discovery auf der Strasse. So gehts den Jaunpass rauf und runter – und egal, ob die Strasse schneebedeckt, vereist oder trocken ist, der «Landi» macht das mit Bravour. Einzig in schnell gefahrenen Kurven neigt sich der Discovery noch immer leicht zur Seite. Trotzdem sind die möglichen Tempi für einen SUV mit rund 2500 kg Leergewicht enorm.

«Da hast du das System aber ein paar Mal gefordert», staunt ein Land-Rover- Techniker über meinen Mut.

«Kein Problem, das sieht immer so langsam aus», tröstet mich Schaller, als wir meine Fahrten und Manöver auf dem Monitor verfolgen.

Schwacher Trost. Also ab auf den Flugplatz und in die Kiesgrube. Doch auch dort beherrscht mich das Terrain Response System von A bis Z. Erst mit Hilfe der Techniker gelingt es, den «Landi» auf der vereisten Piste aus der Ruhe, der Spur und zum Sliden zu bringen.

Ansonsten wie gehabt: Der Disco 3 – laut dem britischen Auto-Magazin «Top Gear» der beste Land Rover aller Zeiten – hat für alle Probleme die perfekte Lösung parat.

Wer Platz mit Sportlichkeit, High Tech mit Tradition und Luxus mit Geländetauglichkeit optimal paaren will, muss allerdings zwischen 64 800 und knapp 100 000 Franken bereithalten.

Hat Villeneuve die richtige Wahl getroffen? Ja! Denn das Terrain Response System fährt ihn sicher und zügig überall hin – nur aufs Siegerpodest bei einem GP nicht.

Dieter Liechti/Textlab

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