Aktualisiert

Der Traum vom ViertelfinalEin Brocken steht der Nati im Weg

Die Schweiz will an einer Endrunde endlich den Viertelfinal erreichen. In Russland dürfte das schwierig werden. Eine Einschätzung.

von
kai
1 / 10
Granit Xhaka findet die Schweizer Gruppe «geil».

Granit Xhaka findet die Schweizer Gruppe «geil».

Keystone/Georgios Kefalas
Admir Mehmedi erwartet einen harten Kampf um Platz 2.

Admir Mehmedi erwartet einen harten Kampf um Platz 2.

Keystone/Laurent Gillieron
Fabian Schär freut sich aufs Duell mit Clubkollege Celso Borges, hätte sich sonst aber eine bessere Gruppe vorstellen können.

Fabian Schär freut sich aufs Duell mit Clubkollege Celso Borges, hätte sich sonst aber eine bessere Gruppe vorstellen können.

Keystone/Jean-christophe Bott

Wir erinnern uns: WM 2014, Achtelfinal, 0:1 nach Verlängerung gegen Argentinen, Tränen bei den Schweizern. EM 2016, Achtelfinal, 5:6 nach Penaltyschiessen gegen Polen, Tränen bei den Schweizern. Zweimal hintereinander scheiterten sie in der ersten K.-o.-Runde, obwohl sie stets davon gesprochen hatten, endlich den nächsten Schritt machen zu wollen.

Das Selbstvertrauen ist bei den Spielern – die meisten sind inzwischen in den Topligen Europas angestellt – in den vergangenen Jahren gewachsen, das Niveau der Nationalmannschaft gestiegen. Nicht umsonst ist die kleine Schweiz regelmässiger Gast an Endrunden. Aber eben, dieser nächste Schritt, der erste Viertelfinal-Vorstoss seit 1954, er wollte bisher nicht gelingen.

Petkovic erwartet schwierige Spiele

Nach der Auslosung der WM-Gruppe gibt der Trainer der Nationalmannschaft Auskunft. Quelle: SRF

Schwierige Spiele: Petkovic erwartet eine grosse Herausforderung in Russland. Video: Tamedia/SRF

Scheitern verboten

Nachdem die SFV-Auswahl den Charaktertest in der Barrage gegen Nordirland bestanden hat, bietet sich ihr im Sommer in Russland die nächste Chance, den eigenen Ansprüchen gerecht zu werden. Seit Freitagnachmittag ist klar, gegen welches Trio sie sich in der Gruppe E beweisen muss: Brasilien, Costa Rica und Serbien.

Wer so auftritt, wer so redet wie die Schweizer, der sollte nicht an der Nummer 26 (Costa Rica) oder der Nummer 37 (Serbien) des Fifa-Rankings scheitern. Brasilien ist eine andere Geschichte. Coach Vladimir Petkovic gab sich nach der Auslosung zwar selbstbewusst und fand, man sei auch gegen den Rekordweltmeister nicht ohne Chance, aber natürlich ist sein Team Aussenseiter.

Es droht der Weltmeister

Eine Niederlage gegen den Gruppenfavoriten wäre im Hinblick auf die Achtelfinalqualifikation nicht weiter schlimm, wenn die beiden Aufgaben danach erfüllt würden. Es gibt allerdings ein Problem: Sollte die Schweiz Zweite werden, ist die Wahrscheinlichkeit gross, dass sie im Achtelfinal auf Deutschland träfe. Denn alles andere als ein Sieg des Titelverteidigers in der Gruppe F wäre eine Überraschung, auch wenn dieser mit Mexiko, Schweden und Südkorea knifflige Gegner zugelost bekommen hat.

Man kann es auch so formulieren: Wollen die Schweizer in Russland endlich den Viertelfinal erreichen, brauchen sie wohl einen Exploit gegen ein Schwergewicht des Weltfussballs, sei das gegen Brasilien oder eben den amtierenden Champion.

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.