Green Bay: Ein Clown treibt sein Unwesen in US-Stadt
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Green BayEin Clown treibt sein Unwesen in US-Stadt

In den USA dreht ein Clown spätnachts seine Runden. Die aufgeschreckten Bewohner von Green Bay spekulieren wild, wer sich hinter der Maske verbirgt.

von
hau
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Der «Creepy Clown» spaziert zurzeit spätnachts in Green Bay im US-Bundesstaat Wisconsin umher.

Der «Creepy Clown» spaziert zurzeit spätnachts in Green Bay im US-Bundesstaat Wisconsin umher.

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Auf Facebook wird derweil wild spekuliert, wer sich hinter der Maske verbergen könnte.

Auf Facebook wird derweil wild spekuliert, wer sich hinter der Maske verbergen könnte.

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Der Unbekannte mit den vier schwarzen Ballons und dem dunklen Kostüm ist kein Freund von grossen Worten. Er stehe nur da und sage rein gar nichts, berichten Augenzeugen.

Der Unbekannte mit den vier schwarzen Ballons und dem dunklen Kostüm ist kein Freund von grossen Worten. Er stehe nur da und sage rein gar nichts, berichten Augenzeugen.

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Spätestens seit dem Horrorfilm-Klassiker «Es» von Stephen King aus dem Jahr 1990 fürchten sich die Leute nicht ganz zu Unrecht vor Clowns. So geschieht das dieser Tage auch in Green Bay, Wisconsin, wo eine als düsterer Clown verkleidete Person nachts durch das schlafende Städtchen am Fox River streift. In der Hand trägt der Unbekannte vier schwarze Ballons.

Unlängst ist die Presse auf den maskierten Streuner mit der gruseligen Maske aufmerksam geworden. Wie ABC News berichtet, hatten bisher schon zahlreiche Bewohner von Green Bay den «Creepy Clown» gesehen – und auch abgelichtet. Auf Facebook spekulieren die Bewohner der Stadt eifrig über die Identität des Maskierten. Nicht wenige meinen etwa, der republikanische Präsidentschaftskandidat Donald Trump stecke hinter dem Spuk.

Die Polizei hat nichts gegen ihn in der Hand

«Der sucht nur nach seinem Hut» oder «Jetzt weiss ich wenigstens, wieso ich meine Tür abends gleich doppelt abschliessen werde», heisst es von Seiten besorgter Bürger. Etwas kulanter eingestellt, meint ein anderer User: «Lasst uns mit ihm um die Häuser ziehen.» Und fragt: «Was ist schon dabei?»

Besonders ängstliche Bewohner von Green Bay meldeten den zweifelhaften Stadtstreicher unlängst der Polizei. Laut ABC News meinten diese aber lediglich, man habe nichts gegen den Maskierten in der Hand. Solange der Clown kein Delikt begehe, sei ihm der nächtliche Spaziergang natürlich gestattet — egal, ob verkleidet oder nicht.

Die Angst vor Clowns kommt nicht etwa von ungefähr. Ein Team der University of Sheffield in England fand im Rahmen einer Studie unlängst heraus, dass eine überwältigende Mehrheit der befragten Kinder Abneigung oder gar Angst vor Clowns empfindet. Auch historisch betrachtet sind Clowns umstritten: Die US-Psychologin Linda Rodriguez veröffentlichte im Wissenschafts- und Kulturmagazin «Smithsonian» im August 2013 die Studie «The History and Psychology of Clowns Being Scary» und fand darin Erstaunliches.

Nämlich, dass Clowns seit ihrer Entstehung im alten Ägypten eine dunkle, gestörte Geschichte haben: persönliche Tragödien, Untreue, Mord und Pädophilie hätten den Berufsstand seit jeher beschmutzt. Die Urangst vor Clowns ist demnach tief in unserer Geschichte verwurzelt.

Tätliche Übergriffe

Angst und Schrecken verbreiteten im Herbst vor zwei Jahren als Clowns verkleidetet Übeltäter auch in Frankreich und in der Ostschweiz. 2014 war von diversen Fällen die Rede, bei denen tätliche Übergriffe von sogenannten Horror-Clowns auf unbescholtene Bürger gemeldet wurden. Die Unruhestifter trugen Plastikpistolen und Gewehre mit sich.

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