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Verwaister SäugerEin Delfinbaby hängt an der Flasche

Mitarbeiter einer Tierschutzorganisation in Uruguay versuchen, einen wenige Tage alten Flussdelfin zu retten. Seine Überlebenschancen sind gering.

von
kmo

Vor der Küste Uruguays, in der Nähe der Hauptstadt Montevideo, ist ein sieben Tage altes Delfinbaby aufgetaucht. Seine Nabelschnur hing noch am Leib hing, als es gefunden wurde. Ohne Hilfe wäre der kleine Delfin nicht überlebensfähig gewesen und so transportierte die Hilfsorganisation SOS Rescate de Fauna Marina das Tier kurzerhand in ihre Station im rund 100 Kilometer entfernten Küstenort Piriapolis.

Die Mitarbeiter der Hilfsorganisation versuchen nun, den kleinen Flussdelfin aufzupäppeln. Sie gehen täglich mit ihm im Meer schwimmen und bringen ihn danach wieder in die Station zurück. Noch wird er mit der Flasche gefüttert, und noch ist nicht klar, ob er überleben wird.

Dulfi hats nicht geschafft

Bereits vor einem Jahr versuchte die NGO, einen wenigen Tage alten Flussdelfin zu retten, dem die Mitarbeiter den Namen Dulfi gegeben hatten. Doch Dulfi litt unter Stress und Atmungsstörungen und verstarb nach nicht einmal zwei Wochen.

Beide Tiere gehören zu den La-Plata-Delfinen. Es sind zwar Flussdelfine, doch sie halten sich lieber im Meer, im Mündungsgebiet des Rio de la Plata, auf. Flussdelfine gehören zu den gefährdeten Tierarten. Jährlich sterben Tausende durch Überfischung oder durch Unterwasserschallgeräte.

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