Ein Denkmal für die Huren
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Ein Denkmal für die Huren

Im Amsterdamer Rotlichtbezirk schaffen zahllose Prostituierte aus aller Herren Länder an. Ihnen zu Ehren will die Ex-Prostituierte Mariska Majoor mitten im Vergnügungsviertel eine Statue aufstellen.

Das Standbild aus Bronze soll Ende März auf dem Oudekerksplein mitten im Amsterdamer Rotlichtviertel enthüllt werden. Majoor, die früher selber als Hure arbeitete und jetzt für das «Prostitutie Informatie Centrum» tätig ist, liess die Statue von der Künstlerin Els Rijerse entwerfen.

Amsterdam sei die erste Stadt weltweit, so Majoor, die ein solches Denkmal aufstelle. Es soll nicht nur für die Sex-Worker in Amsterdam Respekt bezeugen, sondern für die Millionen weltweit, die ihren Lebensunterhalt im ältesten Gewerbe verdienen.

«In vielen Ländern ist es für die Prostituierten sehr schwierig, und die Menschen haben keine Spur Respekt vor ihnen. Diese Statue soll allen diesen Männern und Frauen Kraft geben», sagte Majoor.

Das Kunstwerk von Els Rijerse ist eine Frau aus Bronze, die breitbeinig und mit den Armen in die Hüfte gestemmt in einem Türrahmen steht, während sie

selbstbewusst in die Welt hinausschaut.

Die Enthüllung der Statue wird vermutlich am Tag der offenen Tür des Rotlichtbezirks stattfinden. Letztes Jahr hatte das Amsterdamer Hurenviertel zum ersten Mal einen solchen Tag durchgeführt und Interessierten einen Blick hinter die Kulissen gestattet.

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