Computer vor Büchern: Ein Drittel der Schweizer ist «digitalisiert»
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Computer vor BüchernEin Drittel der Schweizer ist «digitalisiert»

Digitale Medien beherrschen laut einer neuen Studie das Leben von einem Drittel der Schweizer Bevölkerung. Wie die Autoren am Dienstag mitteilten, hat jeder Dritte im vergangenen Monat online eingekauft, und für die 15- bis 30-Jährigen sind Mobiltelefon und Computer wichtiger als das Fahrzeug.

Laut dem «Digital Life Index» von Microsoft Consumer & Online sowie Publicis setzt bereits die Hälfte der Schweizer Bevölkerung in der Kommunikation auf digitale Hilfsmittel. Den zweithöchsten Digitalisierungsgrad weist gemäss der repräsentativen Umfrage das Einkaufsverhalten auf, habe doch jeder Dritte innerhalb des letzten Monats online eingekauft. Bereits jeder Vierte setzt bei der täglichen Informationsbeschaffung und der persönlichen Unterhaltung aufs Internet. Bezüglich Statussymbolen bevorzugten zudem fast 20 Prozent der Befragten Produkte der digitalen Unterhaltungselektronik gegenüber analogen Gegenständen. Insgesamt ergab sich dadurch ein «Digital Life Index» von 31 Prozent.

Die grösste Affinität zu digitalen Produkten wiesen laut Umfrage die Menschen zwischen 15 und 29 Jahren auf. So seien dieser Altersgruppe das Mobiltelefon und der Computer wichtiger als das Fahrzeug und der Fernseher. In der Gesamtbevölkerung dagegen steht das eigene Fahrzeug klar vor Computer, Fernseher und Mobiltelefon.

Wichtiges E-Mail

In der Gesamtbevölkerung ist laut Studie das E-Mail klar das am weitesten verbreitete Kommunikationsmittel. Bei Jugendlichen in Ausbildung habe jedoch das Instant Messaging den Vorzug. Jeder vierte Jugendliche gab zugleich an, in den letzten 24 Stunden über eine Social-Networking-Plattform kommuniziert zu haben.

Zeitungen und Fernsehen vor Internet

Beim Medienkonsum dominieren in der Gesamtbevölkerung laut Umfrage weiterhin Zeitung und Fernsehen als Leitmedien. Das Internet werde aber von jedem vierten Befragten als Quelle genutzt. «Bei der Unterhaltung hat der Computer bereits heute das Buch und den Fernseher als wichtigstes Medium der Gesamtbevölkerung abgelöst», heisst es weiter. Auffallend sei im Weiteren, dass in den ländlichen Gebieten öfter online eingekauft werde, während in den Städten mehr digital kommuniziert werde. So sei das Ostmittelland bei der Kommunikation am «digitalsten», während des Westmittelland beim Einkauf an der Spitze stehe.

Bei der im Februar durchgeführten Umfrage wurden in Telefoninterviews rund tausend Menschen im Alter von 15 bis 74 Jahren in der Deutschschweiz und der Romandie befragt. (dapd)

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