Aktualisiert 21.01.2005 10:59

Ein Drittel weniger Asylgesuche

Die Zahl der Asylgesuche ist in der Schweiz im vergangenen Jahr um 32,3 Prozent zurückgegangen. Das zuständige Amt führt den Rückgang der Gesuche auf die verschärfte Schweizer Asylpolitik zurück.

Das Bundesamt für Migration (BFM) führt dies auf Massnahmen wie etwa den Sozialhilfestopp bei Nichteintreten zurück.

14 248 Personen haben 2004 in der Schweiz um Asyl nachgesucht, wie das BFM am Freitag mitteilte. Dies seien 6789 weniger als im Vorjahr.

Das BFM führt den Rückgang der Gesuche auf die verschärfte Schweizer Asylpolitik zurück. Es begründet dies damit, dass in den ersten neun Monaten 2004 in Westeuropa rund 20 Prozent weniger neue Gesuche eingereicht worden seien. In der Schweiz seien es jedoch während des ganzen Jahres 2004 32,3 Prozent gewesen.

Ende Dezember befanden sich insgesamt 55 103 Menschen im Asylprozess, was einem Rückgang von 9453 (14,6 Prozent) entspricht. Im Vollzugsprozess befanden sich Ende Dezember 14 231 Personen - 3091 (17,8 Prozent) weniger als im Vorjahr. Von ihnen befinden sich 9385 im Papierbeschaffungsprozess, was einem Rückgang um 13,2 Prozent entspricht.

Die meisten Asylsuchenden stammen laut BFM nach wie vor aus Südosteuropa, obwohl die Gesuche von Menschen aus diesen Ländern 2004 überdurchschnittlich stark zurückgingen. Die meisten Asylsuchenden stammen aus Serbien und Montenegro, gefolgt von der Türkei und Georgien.

Notiz: Folgt Neufassung bis 1400

(sda)

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