Eisblockwette in Bern: Ein Eisblock überlebte die Sommerhitze

Aktualisiert

Eisblockwette in BernEin Eisblock überlebte die Sommerhitze

Eine gute Isolation sorgt im Innern eines Gebäudes länger für angenehme Temperaturen und schützt dabei das Klima. Das beweist die Eisblockwette der Stadt Bern, die jetzt aufgelöst wurde und einen Wettfreudigen glücklich gemacht hat.

Am Anfang des Projekts standen zwei Häuschen auf dem zentralen Waisenhausplatz: Das eine war isoliert wie ein Altbau aus den 1970er- Jahren, das andere gemäss dem Minergie-P-Standard, also sehr gut. In beiden Häuschen befanden sich je eine Tonne Eis.

Minergie-Häuschen liess Eisblock überleben

Im Minergie-P-Häuschen waren nach 23 Tagen Projektdauer noch 60 von 1000 Kilo Eis übrig, wie die Stadt Bern am Donnerstag mitteilte. Im Vergleichshäuschen dagegen war das ganze Eis schon nach 16 Tagen vollständig weggeschmolzen - also schon nach zwei Drittel der Wettzeit.

Die Bevölkerung konnte im Vorfeld schätzen, wie viel mehr Eis im Minergie-P-Häuschen den Sommer übersteht als im anderen Häuschen. Von den 3481 Teilnehmenden des Wettbewerbs hat nur eine Person exakt auf die 60 Kilogramm getippt und damit den Hauptpreis gewonnen: ein Elektrovelo.

Mit der Eisblockwette wollte das Amt für Umweltschutz die Ziele des Gebäudesanierungsprogramms «bern-saniert» veranschaulichen. Seit gut zwei Monaten bietet die Stadt Bern unter diesem Titel Beratungen für Liegenschaftsbesitzer und Förderbeiträge für die energetische Sanierung von Gebäuden an. Zur Aktion gehörten auch mehrere geführte Exkursionen zu Gletschern.

Die Eisblockwette wurde fachlich begleitet von der ETH Zürich und stand unter dem Patronat von Minergie, der Nationalen Plattform Naturgefahren PLANAT und dem Schweizerischen Alpenclub.

(sda)

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