Suzuki GSX-R 100: «Ein Eisen aus der Hölle»
Aktualisiert

Suzuki GSX-R 100«Ein Eisen aus der Hölle»

Mit der GSX-R 1000 setzt sich Suzuki an die Spitze der Supersportler. 178 PS und Spitze 290 erfordern eine erfahrene Hand. Michael Kutschke testete den Renner in Australien.

«178 PS, 120 Newtonmeter. Ein Eisen aus der Hölle», staunte Kutschke im Februar auf dem Eastern Creek Raceway. «Viel kompakter als das 2004er-Modell. Das Biest wirkt zierlich wie eine 600er, ist aber eine 1000er. Schlank und höllisch stark.»

Tatsächlich! Noch 1980 wurde Töff-Legende Kenny Roberts auf einer Maschine Weltmeister, die zwar 31 Kilo leichter war, aber um 76 PS schwächer. So viel zu den Kräfteverhältnissen.

Und wie fährt sich das Teil, das für 19 955 Franken bei den Händlern steht? «Schon auf den ersten Metern scheint einem der Beelzebub persönlich in den Hintern zu treten», schildert «Töff»-Redaktor Kutschke seinen Ritt auf dem stärksten Motorrad der Welt. «Der Vortrieb ist teuflisch, das Getriebe butterweich und die Maschine reagiert hyperagil auf Lenkbefehle. Der einsetzende GSX-R-1000-Schub beschleunigt das Leichtgewicht zwar mit schierer Gewalt, aber immer kontrollierbar. So wie die Bremsen, die in allen Situationen tadellos und zudem fein dosierbar zupacken. Trotz Tempo 290 ist die GSX-R 1000 keine Teufelsmaschine.»

Das soll auch so sein. Denn Suzuki hat nicht nur in den Motor investiert, sondern auch das Fahrwerk überarbeitet: Ein kürzerer Radstand sorgt für höchste Kurvenagilität, die verkleinerte Stirnfläche schafft eine bessere Aerodynamik, der neue Tank verbessert die Ergonomie und die Sitzposition liegt tiefer und näher am Lenker.»

Mit den 178 PS hat Suzuki den Thron als stärkstes Serien-Motorrad der Welt zurückerobert. Auf Platz 2 folgt die Kawasaki ZX-10R (175 PS), vor der Yamaha YZF-R1 (172 PS) und der Honda CBR 1000 RR Fireblade (171 PS).

Und wie stehen die Marktchancen? «Die GSX-R 1000 vereint die Vorteile einer ZK-10 mit denen der R1. Gute Anlagen also, auch den Thron des besten Superbikes der Welt zurückzugewinnen», ist Michael Kutschke überzeugt.

Dieter Liechti/Textlab

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