Neu im Kino: «Poem»: Ein Experiment mit grossen Namen
Aktualisiert

Neu im Kino: «Poem»Ein Experiment mit grossen Namen

Ein poetisches Experiment: «Poem» verbildlicht Gedichte und Texte von bekannten Autoren.

Reizvoll ist der Gedanke auf jeden Fall: Wie können Gedichte visualisiert werden? Dieser Idee ging der Deutsche Ralf Schmerberg nach, der sich bislang in der Welt des Werbefilms und des Videoclips einen Namen gemacht hat: Für Die Toten Hosen, Fanta 4 oder Marius Müller-Westernhagen drehte er beispielsweise Musikvideos.

In «Poem» setzte sich Schmerberg aber mit Literatur und Namen wie Hesse, Jandl, Goethe, Bachmann, Tucholsky, Kästner, Heine und Rilke auseinander. Das Interessanteste am Film ist sicherlich sein Abwechslungsreichtum: Innerhalb von einer Stunde kriegt man 19 Filme von völlig unterschiedlicher formaler Machart vorgesetzt – die teilweise schief geht, teilweise aber auch einen visuellen Genuss bedeutet. – Zu den Schauspielern und Erzählern gehören in diesem Experimentalfilm unter anderem Klaus Maria Brandauer und Jürgen Vogel.

Benjamin Bögli

Deine Meinung