Ein Fahrausweis für zehn Jahre: Heftiger Widerstand

Aktualisiert

Ein Fahrausweis für zehn Jahre: Heftiger Widerstand

Geht es nach dem Bundesamt für Strassen, müssen Autofahrer künftig alle zehn Jahre in die Weiterbildung. Gegen die Pläne regt sich Widerstand.

von
Gaudenz Looser

Via Sicura, das Projekt des Bundesamtes für Strassen (Astra) zur Erhöhung der Verkehrssicherheit, ist be-reit zur Vernehmlassung.

Der umstrittenste der 56 Vorschläge ist der Fahrausweis auf Zeit. Konkret möchte das Astra, dass nach der dreijährigen Probefrist der Ausweis nur für zehn Jahre erteilt wird. Wer ihn verlängern will, muss rechtzeitig einen Sehtest, den Nachweis einer Verkehrs-Weiterbildung sowie eine Selbstdeklaration zum Gesundheitszustand abliefern. Versäumt man dies, wird der Ausweis automatisch ungültig.

Ab dem Alter von 59 Jahren würden die Fristen schrittweise verkürzt, ab

80 Jahren gälte der Ausweis nur noch für ein Jahr.

Das Projekt dürfte in der Vernehmlassung heftig zerzaust werden. Der TCS begrüsste gestern zwar die obligatorische Weiterbildung, kritisierte den administrativen Aufwand aber als «Riesenübung». Dass Autofahrer ihre Fahrtüchtigkeit bei der Selbstdeklaration ehrlich beurteilen, zieht TCS-Sprecher Stephan Müller zudem in Zweifel. Road-Cross-Geschäftsführer Roland Wiederkehr begrüsst die Massnahmen fast ausnahmslos. SVP-Nationalrat Ulrich Giezendanner bezeichnete den Vorschlag gegenüber der «Berner Zeitung» als «Frechheit» und kündigte an, ihn mit allen Mitteln zu bekämpfen.

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