Die Schweiz hofft: Ein FCB-Remis reicht für den direkten CL-Platz
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Die Schweiz hofftEin FCB-Remis reicht für den direkten CL-Platz

Holt der FC Basel in den zwei Partien gegen Dnjepr Dnjepropetrowsk mindestens ein Unentschieden, winkt dem Schweizer Meister 2014 die Direktqualifikation für die Königsklasse.

von
ete

Dank dem Erreichen der Europa-League-Sechzehntelfinals des FCB und dem Sieg der Young Boys gegen Machatschkala im letzten Spiel der Gruppenphase ist die Schweiz in der Uefa-Fünfjahreswertung auf den 14. Platz vorgerückt. Das bedeutet, dass die Eidgenossen in der nächsten Europacup-Saison zwei Plätze in der Qualifikation zur Champions League haben und drei in der Qualifikation zur Europa League. Das kann aber noch besser werden.

Denn richtig spannend wird es im Uefa-Ranking ab Platz 13, den derzeit das europäisch nicht mehr vertrenene Zypern belegt. Um die Kicker von der Ferieninsel zu überflügeln, fehlt den Bebbi lediglich ein Punkt aus den beiden kommenden EL-Partien. Schafft der FC Basel im Heimspiel am Donnerstag (21.05 Uhr) gegen Dnjepr Dnjepropetrowsk oder im Rückspiel am 21. Februar in der Ukraine mindestens ein Remis, ist der Schweizer Meister 2014 (wie 2011 der FC Basel) direkt für die Königsklasse qualifiziert. Immer vorausgesetzt, dass der Titelverteidiger der Champions League 2014 die Qualifikation auch über die heimische Meisterschaft erreicht.

Vor dem 100. Europa-League-Spiel

«Natürlich wissen wir von diesem Punkt, den die Schweiz für eine direkte Qualifikation braucht», sagt FCB-Trainer Murat Yakin. «Wir haben auch die Qualität und die Erfahrung, aber mit Dnjepr Dnjepropetrowsk wartet ein harter Brocken auf uns.» In Tat und Wahrheit gibt es kein Schweizer Team, das über grössere internationale Erfahrung verfügt. Die Begegnung in der Europa League ist das 100. Spiel der Rotblauen im Uefa Cup (heute Europa League). Von den bisherigen 99 Partien hat der FCB 37 gewonnen, 20-mal Unentschieden gespielt und 42 Niederlagen kassiert. Das Torverhältnis liegt bei 166:164.

Und natürlich ist der FC Basel auch die Schweizer Mannschaft, die am meisten zum starken Uefa-Koeffizienten beigetragen hat. Allein in der letzten Champions-League-Saison hat der Double-Gewinner von 2012 über 20 Zähler gesammelt und zurzeit 50,335 Punkte auf dem Konto. Das ist Platz 41 – noch vor Borussia Dortmund. Allerdings kann die Klopp-Elf in den Achtelfinals gegen Schachtar Donezk weiter punkten.

Weitere Schweizer Klubs unter ferner liefen

YB hat den Einzug in die Sechzehntelfinals zwar knapp verpasst, hat sich aber dank den dazu gewonnenen 8200 Punkten auf Rang 81 vorgearbeitet. Der FCZ kommt trotz zweimaliger CL-Teilnahme nicht über Platz 112 hinaus. Der FC Sion belegt Rang 170, der FC Luzern 179. Noch knapp unter den besten 200 Teams findet man GC und Thun (197). Angeführt wird das Uefa-Team-Ranking vom FC Barcelona (150,833), gefolgt von den Bayern (131,008) und ManUnited (128,535). Der Sechzehntelfinal-Gegner des FCB liegt in dieser Rangliste auf Platz 87.

Die «Generalprobe» gegen Sion (3:0) in der Meisterschaft am letzten Sonntag taxierte Yakin als Härtetest, aus dem man Moral mitgenommen habe. Ein kleiner Vorteil für die Bebbi könnte sein, dass die Saison in der Ukraine erst am 2. März (Dnjepr muss gegen Arsenal Kiew ran) wiederaufgenommen wird. Den letzten Ernstkampf bestritt Dnjepr am 6. Dezember in der Gruppenphase der Europa League und besiegte da AEK Athen glatt mit 4:0.

Winterschlaf geht mit der Europa League zu Ende

Nach 70 Tagen geht der «Winterschlaf» für die Ukrainer mit der Europa League zu Ende. Dnjepr ist bereits am Mittwoch direkt aus Spanien kommend in Basel gelandet, wo der Tabellenzweite der Premier Liga (13 Punkte hinter Schachtar Donezk) sein zweites Trainingslager in der sehr langen Winterpause aufgeschlagen hatte. «Hoffentlich mit schweren Beinen und einem Kühlschrank auf dem Rücken», wie FCB-Flügel Valentin Stocker mit einem breiten Grinsen im Gesicht sagt.

Die Berechnung des Uefa-Klub-Koeffizienten

Der Uefa-Koeffizient eines Klubs ergibt sich aus der Summe aller Punkte, die er in den letzten fünf Jahren für seinen Verband geholt hat, plus 20 Prozent des Landes-Koeffizienten. Der Landes-Koeffizient ist davon abhängig, mit wie vielen Teams ein Verband in der jeweiligen Saison in der Champions- und Europa League vertreten war und von den Resultaten. Stark vereinfacht: Addiert werden Bonuspunkte für das Erreichen bestimmter Qualifikationsrunden (beide Wettbewerbe), Bonuspunkte für das Erreichen der Gruppenphase (nur Champions League), erspielte Punkte aus der Gruppenphase beider Wettbewerbe und alle in den K.o-Runden erzielten Zähler inklusive Bonuspunkte.

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