Aktualisiert 04.03.2016 16:03

Uri

Ein Fingerring und andere historische Schätze

Diverse archäologische Fundstellen wurden im Kanton Uri lokalisiert. Sie offenbarten diverse Schätze.

von
jak

Ein Hirschgeweih, römische Münzen und ein Fingerring sind laut der Justizdirektion des Kantons Uris Zeugen davon, wie die alpinen Regionen von unseren Vorfahren genutzt wurden.

Rund 8000 Jahre altes Hirschgeweih gefunden

Eine wichtige Fundstelle des Kantons Uri ist die Kluft in Nähe der Stremlücke beim Oberalpstock. Auf 2800 m. ü. M. liegt eine Quarzitkluft, die 2013 erstmals vom Gletscher freigegeben wurde, wie es in eine Mitteilung der Justizdirektion des Kanton Uri heisst. Sie wurde vom Urner Strahler Heinz Infanger aus Amsteg entdeckt. Als er die Kluft weiter freilegen wollte, stiess er auf Reh- und Hirschgeweihreste. Es stellte sich heraus, dass das Hirschgeweih rund 7000 bis 8000 Jahre alt ist. Damit lasse sich laut Justizdirektion eine Begehung in spätmesolithischer Zeit nachweisen.

Für die Erforschung der Erschliessung und Nutzung der alpinen Regionen nach der letzten Eiszeit sei diese Fundstelle von grosser Bedeutung. Ausserdem könnten etwa neue Erkenntnisse zur Abbautechnik für Bergkristalle gewonnen werden.

69 Fundstellen lokalisiert

Im Gebiet Andermatt-Nätschen-Oberalp wurden laut Mitteilung 69 Fundstellen lokalisiert. Diese würden auch von der Alpnutzung der vergangenen Jahrhunderte und vom militärischen Ausbau der Gotthardregion der letzten 150 Jahre zeugen.

Unter den Funden seien vor allem die römischen Münzen und der Fingerring in der Fellilücke interessant. Sie würden die Begehung der Lücke in der römischen Zeit bestätigen. Durch jene sollen die Menschen früher von der Oberalp ins Reusstal und damit in die nördlichen Regionen gelangt sein.

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