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Markus JegerlehnerEin Freund von Parmelin schoss das Bundesratsfoto 2021– und kassierte 10’000 Franken

Markus Jegerlehner schoss das Bundesratsfoto 2021. Bundespräsident Guy Parmelin kennt er von früher her. Er half auf dem Weingut der Familie von Guy Parmelin aus – und spielte mit dem Bundespräsidenten Fussball.

von
Reto Heimann
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Das Bundesratsfoto 2021 – es wurde von einem Jugendfreund von Bundesrat Guy Parmelin geschossen.

Das Bundesratsfoto 2021 – es wurde von einem Jugendfreund von Bundesrat Guy Parmelin geschossen.

Bundesratsfoto 2020.

Bundesratsfoto 2020.

Bundesratsfoto 2019.

Bundesratsfoto 2019.

Markus Jegerlehner ist schon einigen Tätigkeiten nachgegangen: Er war im Emmental Landwirt, arbeitete im Waadtland als Weinbauer, war später Flugbegleiter bei der Swissair. Als solcher schoss er ein Bild, das schweizweit bekannt wurde. Es zeigte einen Piloten der Swissair, der nach dem Grounding der Airline 2001 niedergeschlagen am Strand von Rio der Janeiro sitzt. Das schreiben die Zeitungen von Tamedia (Bezahlartikel).

Markus Jegerlehner ist auch als Fotograf tätig. Und so kam es, dass sein Freund Guy Parmelin, mit dem Jegerlehner als Kind auf dem Bolzplatz tschuttete und der ihn vor drei Jahren auf einen Flug nach Nairobi begleitete, ihn fragte, ob er das Bundesratsfoto 2021 schiessen wolle.

Einzeln für das Bundesratsfoto 2021

Mitte Dezember hatte Jegerlehner dann die Bundesräte und Bundesrätinnen tatsächlich vor der Linse. Für Jegerlehner war klar: Mit Maske und Abstandhalten lässt sich kein gutes Bild verwirklichen. Deshalb lichtete er die Mitglieder der Landesregierung alle einzeln ab.

Beim Shooting gab sich Jegerlehner alle Mühe, möglichst schnell fertig zu sein. «Jede gewonnene Minute zählt für sie», war sich der Fotograf bewusst. Er habe gespürt, unter welchem Druck die Landesregierung momentan stehe. «Alles lief reibungslos.»

«Meilenstein in meiner Karriere»

Erst nach dem Fototermin setzte Jegerlehner die Porträts zu einem grossen Ganzen zusammen – mittels Photoshop. Im Hintergrund ist das Bundeshaus zu sehen, das Jegerlehner mit einer Drohne im Frühling aufnahm. «Das Bild ist fast etwas kitschig-süss. Doch die Morgenstimmung vermittelt auch Aufbruchstimmung.»

Für ihn selbst sei das Foto auch wichtig, sagt Jegerlehner: «Der Auftrag ist ein Meilenstein in meiner fotografischen Karriere.» Ein Auftrag, der ihm nicht zuletzt auch 10’000 Franken Salär einbrachte. So viel zahlt die Landesregierung für das offizielle Bundesratsfoto 2021.

Das Making-Of zeigt die Entstehung des Bundesratsfoto 2021.

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381 Kommentare
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Hör auf mein ehrliches Kommentar zu sensurieren

02.01.2021, 20:43

Zuviel zum Thema Schweizer Werte, nicht wahr?

So was von Wahr

02.01.2021, 20:27

In Lateinamerika nennen wir es Hochverrat oder Korruption, wie wollen wir es hier so nennen?

AntonMeier

02.01.2021, 20:11

Für die Gabe hätte mein Sohn dies auch gemacht, das Ergebnis wäre mindestens so gut gekommen. Schlechte Fotos, schlechtes Fotoshop-