Aktualisiert 30.06.2011 10:56

Rasante FarborgieEin Game wie ein LSD-Trip

In diesem Spiel gibts kein Blut, aber sonst viele bunte Farben. «Child of Eden» ist ein innovatives Experimental-Spiel, dessen aussergewöhnliche Atmosphäre die Spieler in seinen Bann zieht.

von
Michel Pescatore

In einer fernen Zukunft ist die Menschheit in die Weiten des Alls expandiert. Sie hütet ihr gesamtes Wissen im Internet, dessen Namen nun Eden lautet. Tief darin vergraben befindet sich das kurz vor der Vollendung stehende Projekt Lumi, das aber von Viren bedroht wird. Auf vorgegebenen Pfaden betätigt sich der Spieler mit nur zwei Waffen als Virenkiller und versucht, das einzigartige Projekt vor dem Untergang zu retten.

Bunte Virenjagd

Äusserst kurz und ziemlich unterhaltungsarm wäre «Child of Eden», wenn da nicht das digitale Eden zu optischen und akustischen Entdeckungsreisen in verschiedenste Fantasiewelten einlüde, wie man sie noch selten auf einer Konsole gesehen hat. Zwar existieren nur eine Handvoll davon, jedoch ist jede so einzigartig und reizüberflutend, dass sie mehrfach durchgespielt werden muss, um ihr alle Geheimnisse und Boni entreissen zu können.

Dementsprechend sollte «Child of Eden» auch genossen werden: Während nach Blut lechzende Hardcore-Spieler oder spezifische Genre-Liebhaber auf Eden definitiv fehl am Platz sind, sei experimentierfreudigen Entdeckernaturen ein möglichst grosser Bildschirm sowie eine gute Surroundanlage für einen unvergesslichen Spielgenuss wärmstens empfohlen. Genügend Umgebungslicht und eine optimal kalibrierte Kinect-Kamera hingegen ist ein Muss, denn wer wegen stockender Bewegungssteuerung auf das Gamepad umschaltet, entzieht dem Spiel sozusagen seine beste Daseinsberechtigung.

«Child of Eden» für Xbox 360

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