Zürich-Wollishofen: Ein ganzer Wohnblock kämpft gegen Bettwanzen

Aktualisiert

Zürich-WollishofenEin ganzer Wohnblock kämpft gegen Bettwanzen

Sie ernähren sich von Menschenblut und lauern im Schlafzimmer: Bettwanzen. In Zürich-Wollishofen ist ein ganzer Wohnblock befallen – jetzt kommt sogar ein Spürhund zum Einsatz.

von
20M
So sieht sie aus, die Bettwanze. Im Moment macht sie in Zürich-Wollishofen den Bewohnern eines Blocks das Leben schwer.

So sieht sie aus, die Bettwanze. Im Moment macht sie in Zürich-Wollishofen den Bewohnern eines Blocks das Leben schwer.

Bettwanzen haben in Zürich-Wollishofen ein Mehrfamilienhaus verseucht. «Alle Mieter haben einen Brief vom Kammerjäger bekommen», sagt Bewohner Daniel Hoffer (55) zum «Blick» und entsorgt sein Bettzeug. Bewohner Solomon Tesfamichael (34) hat wegen den Viechern sogar Juckreiz und Rötungen.

Weil sich die Parasiten schnell verbreiten, werden bald sämtliche Wohnungen mit einem Spürhund nach Bettwanzen abgesucht. Denn die Viecher lauern beinahe unsichtbar in den Betten und ernähren sich von Menschenblut. Die Stiche sind schmerzhaft.

Resistent gegen Chemie

«Wir haben schweizweit etwa viermal so viele Fälle wie noch vor drei Jahren», sagt Fritz Zehnder. Er ist Geschäftsführer von Ratex, einer Firma für Schädlingsbekämpfung. Mit mangelnder Hygiene habe das Ganze nichts zu tun. Bettwanzen verbreiten sich auch über Gemeinschafts-Waschküchen.

Ein weiteres Problem ist, dass sie teils resistent geworden sind gegen chemische Bekämpfungsmittel. Was sicher hilft, ist thermisch gegen die Parasiten vorzugehen. Dabei werden verseuchte Räume mit einem speziellen Ofen aufgeheizt.

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