Aktualisiert 12.01.2016 04:27

Grosse TrauergemeindeEin Gedenkkonzert zu Ehren David Bowies

Hunderte Fans trauerten in London, Berlin und New York um den überraschend verstorbenen Sänger. Mehrere Künstler werden an einem Konzert für David Bowie auftreten.

von
chk

Der Rockstar David Bowie, der am Sonntag überraschend im Alter von 69 Jahren verstorben ist, wird mit einem Konzert in der New Yorker Carnegie Hall geehrt. Die bereits seit Monaten geplante Veranstaltung wurde am Montagmorgen offiziell bekannt gegeben, kurz bevor Bowies Manager den Tod der Musikikone bekannt gab. Auf dem Konzert am 31. März sollen Künstler auftreten, die von dem vielseitigen britischen Musiker beeinflusst wurden.

Michael Dorf, der das Konzert nach eigenen Angaben seit sechs Monaten organisiert, sprach von einem «traurigen Zufall». Die Tickets für das Konzert, auf dem die flamboyante Popsängerin Cyndi Lauper und der Rockmusiker Perry Farrell auftreten sollen, waren rasch ausverkauft. Auch Bowies langjähriger Manager Tony Visconti, die Soulsängerin Bettye Lavette und der Rocker Robyn Hitchcock werden bei der Show erwartet.

Fans trauern

Hunderte Fans haben an David Bowies Geburtsort im Londoner Stadtteil Brixton des am Sonntag überraschend verstorbenen Pop- und Rockstars gedacht. Zahlreiche Fans legten am Montagabend in dem Viertel im Süden Londons Blumen vor dem Wandgemälde nieder, das den Musiker mit seinem berühmten Blitz-Makeup zeigt, mit dem er 1973 als die Bühnenfigur «Aladdin Sane» aufgetreten war.

Auch in Berlin und New York versammelten sich zahlreiche Menschen an seinen früheren Wohnhäusern. «RIP David, ein Starman ist in den Himmel aufgefahren. In Liebe ein alter Freund», hiess es auf einem Blumenstrauss in London. Viele Fans hoben die Bedeutung Bowies in ihrem Leben und für ihre Zeit hervor. «Er war solche ein erstaunlicher Mensch. Er steht für meine Jugend und die Infragestellung von Genderstereotypen», sagte der 66-jährige Charlie Rice. «Für Schwule war er ein Leitstern, der uns Hoffnung gab.»

Von Berlin bis New York

Bowie hatte 1972 in einem Interview verkündet, er sei schwul. Später heiratete er aber zwei Mal und äusserte sich wenig zu seiner Sexualität. Der vielseitige Musiker verbrachte seine ersten sechs Jahre in Brixton. In den 70er Jahren lebte er dann einige Jahre in West-Berlin – eine seiner kreativsten Perioden. Am Montagabend legten vor seinem früheren Wohnhaus viele Fans Bilder nieder und entzündeten Kerzen in seinem Gedenken.

Auch im schicken New Yorker Viertel Soho, wo Bowie zuletzt lebte, gedachten Fans des Musikers.

Der Tod Bowies kam überraschend, da er seine 18-monatige Krebserkrankung weitgehend geheim gehalten hatte. Erst am Freitag war zu seinem 69. Geburtstag das neue experimentelle Album «Blackstar» erschienen. Der Rock- und Popmusiker prägte nicht nur über Jahrzehnte die Musikszene, sondern gab auch wichtige Impulse für Mode und Theater. So schrieb er die Musik für das Theaterstück «Lazarus», das derzeit in New York läuft. (chk/afp)

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