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Teuflisch?Ein geheimer Bunker unter dem Denver Airport?

Seltsame Symbole, eine teuflische Pferdestatue und ein verstecktes Labyrinth: Der Denver Airport gibt Rätsel auf.

von
M. Steiger
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Im Hintergrund: Der Denver Airport, der 1995 als zweiter Flughafen in Denver, nach Stapleton, eröffnet wurde. Im Vordergrund: Das blaue Pferd aus der Hölle. Die Figur hat 2006 ihren Erbauer unter sich begraben und getötet.

Im Hintergrund: Der Denver Airport, der 1995 als zweiter Flughafen in Denver, nach Stapleton, eröffnet wurde. Im Vordergrund: Das blaue Pferd aus der Hölle. Die Figur hat 2006 ihren Erbauer unter sich begraben und getötet.

@lisac.photography / Instagram
Am Flughafen Denver ist aber so einiges seltsam. Hier ein Screenshot des Flughafens von Google Maps. Glaubt man diversen Verschwörungs-Websites, ...

Am Flughafen Denver ist aber so einiges seltsam. Hier ein Screenshot des Flughafens von Google Maps. Glaubt man diversen Verschwörungs-Websites, ...

Screenshot Google Maps
... hat der Flughafen die Form eines Hakenkreuzes. Dass das Budget um satte zwei Milliarden überzogen wurde, heizt die Gerüchte um den Flughafen weiter an. Gibt es einen versteckten Bunker, aus dem die Elite künftig die Menschheit kontrollieren will? Das zumindest glaubt die Verschwörungs-Website Vigilant Citizen.

... hat der Flughafen die Form eines Hakenkreuzes. Dass das Budget um satte zwei Milliarden überzogen wurde, heizt die Gerüchte um den Flughafen weiter an. Gibt es einen versteckten Bunker, aus dem die Elite künftig die Menschheit kontrollieren will? Das zumindest glaubt die Verschwörungs-Website Vigilant Citizen.

Screenshot Google Maps

Mit den apokalyptischen Wandbildern, einer tödlichen Pferdestatue und allerlei Ungereimtheiten ist der Denver Airport in Colorado seit seiner Eröffnung 1995 Teil diverser Verschwörungstheorien.

Ein Flughafen in Form eines Hakenkreuzes

Der Denver Airport befindet sich rund 40 Kilometer ausserhalb der Stadt Denver im Bundesstaat Colorado. Und er ist riesig: Der Flughafen ist doppelt so gross wie Manhattan und angeblich wurde das ursprüngliche Budget um satte zwei Milliarden überschritten.

Denver hatte ausserdem bereits einen Flughafen, Stapleton, was die Verschwörungstheorien weiter befeuerte: Der Denver Airport diene nur zur Tarnung eines unterirdischen Bunkers, reserviert für die Illuminati. Die meisten Verschwörungstheorien beziehen sich auf die fragwürdigen Dekorationen, die Überschreitung des Budgets und die aussergewöhnliche Form: Der Flughafen erinnert nämlich an eine Swastika, ein Hakenkreuz.

Eine tödliche Pferdestatue

Die Gerüchte weiter befeuert hat die unheimliche Pferdestatue, die die Besucher begrüsst. Das Pferd steht auf den Hinterbeinen und hat glühend rote Augen – das allein wäre ja schon unheimlich. Aber damit nicht genug: Der Künstler, Bildhauer Luis Jimenez, starb 2006, als die Skulptur umstürzte und ihn unter sich begrub.

Im Terminal geht die beklemmende Symbolik gleich weiter: Bei den Gepäckbändern stiert eine Art Dämon aus einem geöffneten Koffer, während in der Nähe eine Plakette daran erinnert, dass der Flughafen von der New World Airport Commission finanziert wurde – eine Organisation, die es offiziell nicht gibt.

Beklemmende und verstörende Wandbilder entfernt

Besonders irritierend waren aber die Wandbilder von Leo Tanguma, die mittlerweile teilweise wieder entfernt wurden. Ein Teil der Wandbilder zeigt beispielsweise weinende Kinder und tote (oder schlafende?) Tiere, während im Hintergrund eine Stadt niederbrennt.

In einem anderen Wandgemälde sah man Kinder, die einem Jungen in Lederhosen Waffen überreichen, die dieser dann mit einem Hammer zerstört. Es gibt auch noch eine weitere Kriegsreferenz: eine Art Soldat, der über einem zerstörten Gebäude schwebt.

Thematik der Wandbilder umstritten

Laut dem Künstler sind die Bilder harmlos: Sie haben Themen wie den Traum vom Weltfrieden, Gemeinschaft und Hoffnung. Das sehen viele anders. Die Verschwörungs-Website Vigilant Citizen schreibt: «Im grössten Flughafen Amerikas gibt es ein Wandbild, das zeigt, wie die Amerikaner sich den Deutschen unterwerfen.»

Die Website sagt auch, die Themen der Wandbilder seien die Entvölkerung der Welt, das Ende des Christentums und die neue Weltordnung (eine verbreitete Verschwörungstheorie). Aber wofür denn eigentlich? Angeblich soll der Bunker, der unter dem Flughafen liegen soll, von der Elite genutzt werden, um die Bevölkerung zu kontrollieren. Wie? Das ist unklar.

Alles Schwachsinn, sagt man beim Flughafen

Matt Chasansky, der zuständige Mitarbeiter für Kunstinstallationen, findet das alles absurd: «Nennen Sie mir eine Verschwörungstheorie und ich finde Ihnen jemanden, der diese Theorie mit unserem Flughafen verbindet. Es ist alles Quatsch. Die häufigste Theorie, die ich gehört habe, war die mit dem unterirdischen Bunker. Und dass dort irgendeine Art von Regierung – abwechselnd Aliens, Reptilien, die Illuminati oder jemand anders – die Menschheit kontrollieren wird», sagt Chasansky.

«Ich kann keine Tour durch den Flughafen führen, ohne das mindestens jemand nach dem Bunker fragt. Und egal, was wir ihnen sagen oder zeigen, sie glauben uns nicht. Natürlich nicht – wenn ihre Theorie stimmt, dann ist das ja alles nur eine Vertuschungsaktion oder Gehirnwäsche», sagt Chasansky gegenüber Medien.

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