Aktualisiert 05.11.2011 12:25

Inferno auf der Autobahn«Ein gigantischer Feuerball»

Mehrere Tote und mindestens 43 Verletzte hat ein Auffahrunfall in England gefordert. Auf der Autobahn M5 sind mindestens 20 Autos und sechs Lastwagen ineinander gerast.

Die Autobahn M5 in England verwandelte sich in eine Feuerhölle.

Die Autobahn M5 in England verwandelte sich in eine Feuerhölle.

Bei einer Massenkarambolage sind auf der Autobahn M 5 im Südwesten Englands mehrere Menschen ums Leben gekommen. Bei dem Unfall mit 27 Fahrzeugen wurden am Freitagabend 43 Menschen verletzt, einige davon schwer.

Helikopter brachten einige von ihnen in mehrere umliegende Spitäler. Die Zahl der Toten gab die Polizei zunächst nicht bekannt.

Der Autobahnabschnitt in der Nähe von Taunton in der Grafschaft Somerset sollte bis Samstagabend in beide Richtungen gesperrt bleiben. Auch am Tag danach bot sich an der Unfallstelle ein Bild der Verwüstung: In nördlicher Richtung standen zwei Unfall-Lastwagen quer auf der Fahrbahn, umgeben von verkeilten Fahrzeugen.

Die Unfallursache war zunächst unklar. Augenzeugen zufolge herrschte Nebel zum Zeitpunkt des Unfalls gegen 20.30 Ortszeit, kurz zuvor habe es gut eine Stunde lang geregnet. Einige Menschen hätten helfen wollen, konnten sich wegen Rauch und Hitze der brennenden Fahrzeuge jedoch nicht nähern.

Inferno auf der Autobahn

«Die eintreffenden Rettungsmannschaften sahen sich sprichwörtlich einem gigantischen Feuerball ausgesetzt», sagte Anthony Bangham von der Polizei in Avon und Somerset. «Die meisten Fahrzeuge standen in Flammen und brannten für einen beträchtlichen Zeitraum.» Ein Sprecher des Rettungsdienstes für Devon und Somerset sagte, es sei der schlimmste Unfall, an den er sich erinnern könne.

Viele Augenzeugen berichteten von Schockzuständen, nachdem sie die Brände, einklemmten und verletzten Opfer sowie vermutlich tote Menschen gesehen hatten.

«Es wird psychologisch noch eine lange Zeit schwierig sein, damit fertig zu werden», sagte Amanda George, die etwas über 150 Meter vom Unfallort entfernt gestanden hatte. Ihre Kinder hätten zunächst geglaubt, es handle sich um eines der Freudenfeuer, die die Briten alljährlich am Abend des 5. November - der Guy-Fawkes-Nacht - zusammen mit Feuerwerken entfachen.

(dapd)

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