Bruder-Duell: Ein Glarner zuoberst, ein Glarner zuunterst

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Bruder-DuellEin Glarner zuoberst, ein Glarner zuunterst

Matthias Glarner jubelt in Estavayer über den Titel als Schwingerkönig. Sein Bruder Stefan erlebt mit dem FC Thun ganz andere Zeiten.

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Stefan Glarner (r.) verliert mit Thun gegen Basel 0:3.

Stefan Glarner (r.) verliert mit Thun gegen Basel 0:3.

FreshFocus/Christian Pfander
Durch diese Niederlage fallen die Berner Oberländer auf den letzten Tabellenrang.

Durch diese Niederlage fallen die Berner Oberländer auf den letzten Tabellenrang.

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Während es Stefan Glarner sportlich nicht läuft, triumphiert sein Bruder Matthias beim Eidgenössischen. Er gewinnt den Schlussgang gegen Armon Orlik und wird Schwingerkönig.

Während es Stefan Glarner sportlich nicht läuft, triumphiert sein Bruder Matthias beim Eidgenössischen. Er gewinnt den Schlussgang gegen Armon Orlik und wird Schwingerkönig.

epa/Jean-christophe Bott

Schwingerkönig Matthias Glarner (30) war am Sonntagnachmittag nicht das einzige Familienmitglied, das im sportlichen Fokus stand. Bruder Stefan (28) ist Fussball-Profi beim FC Thun und war zeitgleich gegen Serienmeister FC Basel im Einsatz. Allerdings mit weitaus weniger Erfolg, die Partie ging mit 0:3 verloren.

«Leider ist der Plan nicht aufgegangen, dass wir drei Punkte holen, während du Schwingerkönig wirst», erklärte Stefan gegenüber SRF, als er seinem Bruder via Kamera zum Titel gratulierte. Matthias meinte dazu vielsagend: «Das wird dann Zuhause schon noch Diskussionen geben, denn unser Vater verfolgt das ganz genau.»

Fussball verhindert Live-Verfolgung

Natürlich habe er die Gänge seines Bruders am Samstag und Sonntagvormittag verfolgt, «aber während dem Spiel war der Fokus für 90 Minuten auf den Fussball gelegt», so Stefan Glarner. Er und sein Bruder hätten diese Sportlergene von den Eltern mitbekommen, «dass es dann vor allem bei meinem Bruder so erfolgreich herauskommt, ist sicher nicht planbar, aber freut mich umso mehr für ihn.»

Wann er den neuen Schwingerkönig das nächste Mal persönlich sehen würde, konnte Stefan noch nicht abschätzen: «Ich denke, er hat nun sicher noch den einen oder anderen Termin.» Und er selbst war ohnehin nicht in übermässiger Feierlaune, durch die Niederlage gegen den FCB fiel der FC Thun in der Super League auf den letzten Platz zurück. Deshalb meinte der zwei Jahre jüngere Glarner: «Im Moment überwiegt gerade noch die Enttäuschung. Aber später am Abend und spätestens morgen, werde ich mich dann so richtig mit Matthias freuen können.»

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