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Ein-Glas-Regel soll ins Bewusstsein rücken

Sechs Wochen vor dem In-Kraft-Treten der schärferen Vorschriften über das Fahren unter Alkohol- und Drogeneinfluss im Strassenverkehr haben die Behörden am Dienstag eine Sensibilisierungskampagne gestartet.

Motorfahrzeuglenker werden aufgefordert, sich an die Ein-Glas-Regel zu halten.

Mit der Senkung des Promillegrenzwerts von 0,8 auf 0,5 und der Einführung der anlassfreien Atem-Alkoholkontrolle versprechen sich die Behörden einen wesentlichen Beitrag zur Erhöhung der Verkehrssicherheit, wie es an einer Medienkonferenz des Bundesamts für Strassen (Astra) in Biel hiess. Auf Grund von Studien aus dem Ausland erwartet die Beratungsstelle für Unfallverhütung (bfu), dass mit den neuen Vorschriften jährlich 48 Tote und 320 Schwerverletzte vermieden werden können.

In einer mehrwöchigen Kampagne wollen das Bundesamt für Gesundheit und die bfu die Fahrzeuglenker für die verschärften Grenzwerte sensibilisieren. Wer ein Fahrzeug lenken und trotzdem Alkohol trinken will, wird aufgefordert, sich an die Ein-Glas-Regel zu halten. Geplant sind im Dezember Plakataktionen sowie Mitte Januar 2005 Radio- und TV-Spots auf allen SRG-Kanälen.

Die Experten riefen auch die Details der neuen Vorschriften in Erinnerung. Demnach gilt ab dem 1. Januar 2005 als fahrunfähig, wer eine Alkoholkonzentration von mindestens 0,5 Promille aufweist oder eine Alkoholmenge im Körper hat, die zu einer solchen Konzentration führt. Gleichzeitig kann die Polizei ohne konkreten Verdacht im Strassenverkehr Alkoholkontrollen durchführen. Anlassfreie Drogenkontrollen gibt es weiterhin nicht. Stellt die Polizei jedoch bei einem Verkehrsteilnehmer eine Beeinträchtigung der Fahrfähigkeit durch den Einfluss von Betäubungs- oder Arzneimitteln fest, kann der Fahrzeuglenker einem Schnelltest unterzogen werden. Bei positivem Resultat werden eine Blutprobe, eine ärztliche Untersuchung und eine chemisch-toxikologische Analyse angeordnet. (dapd)

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