Ungewöhnlicher Passagier: Ein Halbtax-Billett für die Ente
Aktualisiert

Ungewöhnlicher PassagierEin Halbtax-Billett für die Ente

Im Tram fahren Menschen, Velos, Hunde ... und auch Enten - zumindest in Zürich. Dort begleitet eine Laufente ihren Besitzer regelmässig ins öffentliche Verkehrsmittel.

von
ann

Was ist schwarz, langhalsig und watschelt durchs Tram: Es ist die Ente vom Goldbrunnenplatz. Ihre Anwesenheit auf der Linie 9 oder 14 versetzt regelmässig Trampassagiere in Staunen.

So auch Leserreporter Sebastian Drews, der am Donnerstagabend zuerst nur das Watscheln hinter sich hörte. Er fragte sich, welcher Hund so läuft und blickte in den Gang. «Ich traute meinen Augen nicht, da war eine schwarze Ente, die kurz innehielt, mir entspannt in die Augen blickte und dann weiter tapste», erzählt Drews gegenüber 20 Minuten Online. Für ihn war das Erlebnis eine freudige Überraschung nach einem langen Tag im Büro. Nicht nur er habe lächeln müssen, im ganzen Tram hätten die Leute geschmunzelt, als die Ente gleich darauf vornehm auf einem Sitz Platz nahm.

Übrigens: Obwohl die schwarze Laufente vermutlich eine der wenigen Vögel auf der Welt ist, die selbständig ins Tram steigt und mitfährt, gilt auch für sie dieselbe Regelung wie für alle anderen Tiere. «So lange sie nicht in einem Körbchen oder Käfig sitzt, muss sie für ihre Fahrt bezahlen», sagt Daniela Tobler von den Verkehrsbetrieben Zürich. Wie für einen Hund müsste ihr Besitzer für sie ein Halbtax-Billett lösen.

Deine Meinung