Stadtpräsidium: Ein harter Wahlkampf steht bevor

Aktualisiert

StadtpräsidiumEin harter Wahlkampf steht bevor

Gerangel ums Luzerner Stadtpräsidium: Mindestens drei Kandidaten wollen Nachfolger von Urs W. Studer werden. Man stellt sich auf einen harten Wahlkampf ein.

von
Lena Berger

Das Amt des Stadtpräsidenten, das nach 16 Jahren erstmals wieder frei wird, ist an den Wahlen vom 6. Mai 2012 besonders hart umkämpft.

Einer der Kandidaten ist Stadtrat Stefan Roth (CVP). «Diese Stadt liegt mir am Herzen – deshalb reizt es mich, als ihr Repräsentant zu wirken», sagte er gestern. Klar sei aber: «Es wird ein harter Wahlkampf – es gibt einige starke Kandidaten». So erhebt auch die SP Anspruch auf das Amt. «Wir sind die stärkste Partei in der Stadt und wollen deshalb jetzt die Stadtpräsidentin stellen», so Präsidentin Luzia Mumenthaler. Ob die SP mit Stadträtin Ursula Stämmer oder Kantonsrätin Felicitas Zopfi antritt, wird morgen bekannt gegeben. Als dritte Partei kandidieren die Grünen mit Ex-Kantonsrat Adrian Borgula. «Ein linker Stadtpräsident wäre ein starkes Zeichen des Aufbruchs», so der Biologe. Er rechnet aber aufgrund der vielen Kandidaten mit einem zweiten Wahlgang. Ob auch die Grünliberalen antreten, ist noch offen.

Im Stadtrat könnten sich die politischen Kräfteverhältnisse im Wahljahr 2012 veschieben. Neben Stadtpräsident Urs W. Studer treten auch die Stadträte Kurt Bieder (FDP) und Ruedi Meier (Grüne) zurück. Damit wird das Rennen um die Stadtratssitze heuer besonders spannend: Die SVP zieht mit Rolf Hermetschweiler, die GLP mit Manuela Jost und die FDP mit Martin Merki in den Wahlkampf. Die SP will neben der bisherigen Ursula Stämmer einen zweiten Sitz erobern.

SP-Präsidentin tritt zurück

Luzia Mumenthaler (50, Bild) hat ihren Rücktritt als Präsidentin der SP Stadt Luzern auf den Wahltag 2012 hin angekündigt. Nach sieben Jahren an der Spitze der SP Littau-Reussbühl und drei Jahren als Präsidentin der SP Stadt Luzern wolle sie sich beruflich neu orientieren, teilte die Partei gestern mit. Wer für Mumenthaler nachrutscht, ist noch offen. Die Nachfolge ­

soll an der nächsten General­versammlung von Ende März

geklärt werden.

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