Elvis Presley: Ein Hüftschwung für die Ewigkeit
Aktualisiert

Elvis PresleyEin Hüftschwung für die Ewigkeit

Elvis lebt! Sein Vermächtnis jeden­falls prägt Musik und Popkultur noch immer. Heute wäre der King 80 Jahre alt geworden.

von
lme/cat
1 / 9
Bei diesem Bild des jungen Elvis erübrigen sich die Fragen, warum er ein Frauenschwarm war und immer noch ist.

Bei diesem Bild des jungen Elvis erübrigen sich die Fragen, warum er ein Frauenschwarm war und immer noch ist.

Keystone/AP/Anonymous
Solche Moves (hier ein Bild aus dem Musikvideo zu «Jailhouse Rock») brachten Elvis den Namen «Elvis the Pelvis» ein.

Solche Moves (hier ein Bild aus dem Musikvideo zu «Jailhouse Rock») brachten Elvis den Namen «Elvis the Pelvis» ein.

Keystone/AP/str
Am 1. Mai 1967 heiratete Elvis seine Priscilla. Sie war damals gerade 18 Jahre alt.

Am 1. Mai 1967 heiratete Elvis seine Priscilla. Sie war damals gerade 18 Jahre alt.

Keystone/str

Stars, die über drei Jahrzehnte nach ihrem Ableben unvergessen und noch immer prägend in Sachen Musik und Stil sind, kann man an einer Hand abzählen. Elvis Aaron Presley († 16. August 1977) kann sich mit Fug und Recht zu dieser Gilde zählen. Die Tatsache, dass etliche seiner Vermächtnisse relevant für heutige Popstars sind, liesse den King of Pop sicherlich seine Hüften in der Gruft schwingen.

Sein Tanz

Elvis war 21 Jahre alt, als er in der Milton Berle Show im Juni 1956 erstmals seinen berühmten Hüftschwung präsentierte. Sein eigenwilliger Tanzstil brachte ihm nicht nur den Spitznamen «Elvis the Pelvis» ein, sondern löste auch nationale Empörung aus. Zu anrüchig fanden das viele in der puritanischen Nachkriegszeit. Trotzdem oder gerade deswegen fanden Presleys Bewegungen zahlreiche Nachahmer in der Popgeschichte, allen voran Michael Jackson.

Sein Stil

Schon gegen Ende seiner Schulzeit begann sich Elvis' Stil zu verändern. Er fing an, auffällige Kleidung zu tragen, und liess sich Koteletten wachsen. Mit seinem Aussehen eckte er in der Gesellschaft an, nicht zuletzt, weil zu dieser Zeit nur die schwarze Bevölkerung so exzentrisch auf die Strasse ging. Sein Stil, besonders seine Frisur, sind heute noch so angesagt wie zu Elvis' Zeiten. In der Schweiz liess sich Baschi von der Tolle inspirieren, auch Justin Bieber trägt immer wieder gerne einen Haarschnitt à la Elvis. Dass sein weisser Overall, den Elvis am legendären «Aloha from Hawaii»-Konzert 1973 trug, immer wieder gerne an Verkleidungspartys getragen wird, hätte den «King of Rock 'n' Roll» wohl weniger gefreut.

Fankult

Als Elvis 1954 zum ersten Mal auf die Bühne stieg, liefen die Frauen, aber vor allem deren Eltern gleichermassen Amok. Im prüden Amerika nannten sie ihn «unanständig, rebellisch und gefährlich». Nich ganz ohne Grund. Bei seinen Konzerte kam es regelmässig zu Ausschreitungen zwischen wild gewordenen, meist weiblichen Fans. Zum ersten Mal prügelten sich die Damen vor der Bühne, als sich Elvis 1955 nach einem Konzert in Florida mit den Worten «Mädels, ich treff' euch hinter der Bühne!» verabschiedete.

Seine Musik

«Ohne Elvis bist du nichts» sagte Madonna, aber auch die Beatles, die Rolling Stones oder The Doors hätte es ohne Elvis' Vorarbeit in dieser Form wohl kaum gegeben. Die Musik des «King of Rock 'n' Roll» gehört zur meist gecoverten in der Geschichte. Manch einer probiert auf eigentümliche Art und Weise den musikalischen Funken von Elvis zu erhaschen. Das Studio Sun Records in Memphis, wo Elvis einst seinen ersten Song aufnahm, wurde 1987 als Museum und reguläres Tonstudio wiedereröffnet.

Deine Meinung