Aktualisiert

Streit in ZollikerbergEin Jugendlicher noch in U-Haft

Sechs Tage nach der Messerstecherei in Zollikerberg ZH sind drei der vier inhaftierten Jugendlichen aus der Untersuchungshaft entlassen worden. Sie wurden als Verursacher der Messerstiche ausgeschlossen.

Nach intensiven Ermittlungen durch die Kantonspolizei sei davon auszugehen, dass drei der insgesamt vier Inhaftierten nicht als Verursacher der Verletzungen der Opfer in Frage kämen, heisst es in der Mitteilung der Jugendanwaltschaft Zürich . Der Haftrichter hatte am vergangenen Montag für drei 16- bis 18-jährige Schweizer sowie einen 17-jährigen Türken Untersuchungshaft angeordnet.

Nach der Befragung durch die Jugendanwaltschaft seien die beiden jüngeren Schweizer und der Türke am Freitagnachmittag in die Obhut der Eltern entlassen worden, sagte Jugendanwalt André Kramer auf Anfrage. Sie seien zwar an einer Schlägerei beteiligt gewesen. Für die Messerstiche seien sie aber nicht verantwortlich.

Weiterhin in Untersuchungshaft bleibe der 18-jährige Schweizer. Gegen diesen ist noch ein anderes Verfahren bei der Jugendanwaltschaft hängig. Mit Blick auf die weiterlaufenden Ermittlungen wollte sich Kramer nicht weiter zum Sachverhalt äussern.

Bei der Messerstecherei in der Nacht auf den vergangenen Samstag waren drei 16- bis 17-Jährige auf dem Areal des Schulhauses Rüterwies durch Messerstiche zum Teil schwer verletzt worden. Der Tat vorausgegangen war ein Streit zwischen Jugendlichen. Ein Sicherheitsangestellter hatte gegen 1.15 Uhr das Geschehen beobachtet und Polizei sowie Sanität alarmiert.

(sda)

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