Rasende Geburt: Ein Kind auf jeder Autobahn
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Rasende GeburtEin Kind auf jeder Autobahn

Siobhan Anderson aus Long Island brachte am Wochenende Zwillinge zur Welt. Eigentlich nichts Ungewöhnliches. Allerdings waren die Babys so im Schuss, dass es nicht mehr ins Spital reichte.

von
fvo

«Krieg dein Kind bloss nicht auf dem Northern State Highway», rief die Mutter der Hochschwangeren Siobhan Anderson nach, als diese zusammen mit ihrem Mann ins Auto stieg. Diesen Rat nahm sich Anderson zu Herzen – sie kriegte ihre Zwillingssöhne einfach auf zwei anderen New Yorker Schnellstrassen.

Am Samstagmorgen um 5:30 Uhr platzte bei Anderson gemäss «ABC news» das Fruchtwasser – eine Woche zu früh. Dem Rat des Doktors folgend blieben sie und ihr Ehemann ruhig und nahmen sich Zeit, bis sie sich um 7 Uhr in Long Island auf den Weg ins Spital machten.

Vom Baby zum Teenie in drei Minuten

Notstopp am Strassenrand

Vielleicht hätten sie doch ein wenig pressieren sollen. Während der Autofahrt wurden die Wehen immer stärker und die werdende Mutter spürte den Kopf ihres Sohnes, kurz nachdem sie auf den Southern State Parkway gelangten, der quer durch die Insel östlich von New York führt. «Wir schaffen es bestimmt noch ins Spital», meinte Ehemann Bryan. Doch weit gefehlt. Er musste am Strassenrand anhalten und informierte die Ambulanz. Schnell waren die Mediziner zur Stelle und legten die Amerikanerin auf die Bahre, da kam das erste Baby auch schon unter freiem Himmel zur Welt, kaum mehr als eine halbe Stunde nachdem sie von Zuhause los fuhren.

Klein Gavin und seine Mutter wurden in den Krankenwagen befördert, der sie schnell für Baby Nummer zwei ins nächste Krankenhaus fahren sollte. Doch dem Zwilling gefiels wohl nicht mehr alleine im Bauch. Nur zehn Minuten später, ein paar Ortschaften weiter auf der nächsten Schnellstrasse, musste die Ambulanz anhalten und Declan rausholen. Seine Schicksalsstrasse: der Wantagh State Parkway.

So betrat Anderson das geplante Geburtsspital mit zwei Babies im Arm. Die Kinder sind wohlauf, die Mutter ebenfalls, wenn auch etwas unter Schock. Sie kann kaum glauben, dass sie dazu im Stande war, ihre Söhne im Eiltempo mitten auf der Strasse zu gebären.

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