Kapuzenpulli: Ein Klassiker zum Verlieben
Aktualisiert

KapuzenpulliEin Klassiker zum Verlieben

Wenns draussen kälter wird, ist er der beste Begleiter, den man sich nur vorstellen kann:
der Kapuzenpulli.

von
Cécile Blaser

Um einen Bad-Hair-Day zu verstecken, um sich vor einer kalten Bise oder einem überraschenden Regen zu schützen, um sich am Sonntagmorgen rasch in der Bäckerei um die Ecke ein Brot zu kaufen oder um sich vor dem Fern­seher gemütlich darin einzu­kuscheln – als Begleiter in all diesen Situationen wird der Kapuzenpulli heiss geliebt. Denn so unkompliziert und vielfältig wie er ist so schnell keiner.

«Fling on an Adidas hoodie and just boogie woogie with me» (Wirf dir einen Kapuzenpulli über und tanz den Boogie-Woogie mit mir) singt auch Rapperin Lady Sovereign. Mit ihrem Song «Hoodie» machte sie sich im Rahmen einer «Save the Hoodie»-Kampagne in England für den Kapuzenpulli stark, als ihn Tony Blair anno 2005 aus Einkaufshäusern und Schulhöfen ­verbannen wollte. Wieso? Nicht alle schätzen am bemützten Pulli, der ursprünglich im Jahr 1930 von Champion für die Arbeiter von Tiefkühllagern in New York produziert wurde, nur die mollige Wärme. Weil man sich unter der Kapuze auch gut verstecken kann, wurde ihm vorgeworfen, Krimi­nellen zu einem leichten Spiel zu verhelfen.

Ob es das Lied war, das den Hoodie rettete? Wer weiss. Fest steht: Ob aus Flanell, wild bedruckt oder als Neuauflage eines alten Hoodie-Klassikers wie des AW77 von Nike – auch in diesem Herbst ist der Kapuzenpulli beliebt wie eh und je.

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